Blick in die Bilanz – Essilor Luxottica
Der Preis der Gigantomanie
Der französische Konzern Essilor Luxottica macht weltweit gute Geschäfte mit schlechten Augen. Und leidet unter Wachstumsschmerzen.
• Falls Sie diesen Text mit einer Brille lesen, könnte das sehr gut eine von Essilor Luxottica sein, dem unangefochtenen Platzhirschen bei Sehhilfen aller Art .
Nach der Fusion des Brillenherstellers Luxottica mit dem französischen Gläserhersteller Essilor im Jahr 2018 hat der Konzern unter anderem die niederländische Optikerkette Grandvision übernommen, zu der die Filialen von Apollo gehören. Damit kontrolliert er die Wertschöpfungskette von der Herstellung der Gläser über die Gestelle bis hin zum Vertrieb im Einzelhandel. Um Brillen als modisches Accessoire zu vermarkten, setzt man schon lange auf bekannte Designmarken: Heute gehören von Armani über Dolce & Gabbana bis Vogue praktisch alle bekannten Namen zu Essilor Luxottica. Außerdem schluckte der Konzern das Unternehmen Heidelberg Engineering, das die Technik zur mikroskopischen Vermessung von Augen entwickelt. Der Umsatz des Konzerns stieg dank all dieser Zukäufe auf mehr als 28 Milliarden Euro.
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