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Vorbau vor Umbau

Neue Infrastrukturen und Institutionen für das Neue – eine spekulative Mutprobe.



Dieser Artikel erschien in der Ausgabe 04/2026.


„Wir haben alle Wetten verloren. Das ist der Untergrund. Darauf türmen sich die Probleme der nicht ertüchtigten alten oder gar nicht errichteten neuen kritischen Infrastrukturen, die gefährliche Sparsamkeit bei der Bildung sowie die Folgen der Selbsthypnose, wir seien immer noch eine Industrienation und Exportweltmeister.“
Stephan A. Jansen in brand eins 01/2024

Radikale Innovation braucht mehr als gute Ideen. Sie braucht Methode. Alpha Innovation hilft Unternehmen, aus Zukunftssignalen neue Chancen, tragfähige Konzepte und klare Entscheidungen abzuleiten.

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Das Bild zeigt das Logo eines Unternehmens namens „ALPHA INNOVATION“. Das Logo besteht aus einem stilisierten „A“ und „N“ in einem geometrischen Design, wobei das Wort „ALPHA“ in einer größeren Schriftgröße geschrieben ist. Der Firmenname „TECHPARK SOOTIROL/ALTO ADGE“ ist ebenfalls im Logo enthalten. Die Designelemente sind schwarz-weiß, und der Firmenname ist in einer modernen, serifenlosen Schriftart geschrieben. Das Logo wirkt zugänglich und ist für alle Nutzer, einschließlich derjenigen mit Sehbehinderungen, gut lesbar.

• Man kann die alte Leier nicht mehr hören. Die einen postulieren: „Wir müssen endlich alles neu machen. Radikal.“ Und die anderen träumen: „Wann wird es endlich wieder so, wie es nie war?“ Beides überzeugt nicht – vor allem nicht die jeweils andere Seite: Genau deswegen stehen sich die ungeduldig-progressiven Techno-Optimisten und die konservativen Retro-Pessimisten gegenseitig im Weg. Nichts geht.

Das erklärt den rasenden Stillstand, den wir uns unter hohem finanziellem und emotionalem Aufwand täglich erarbeiten. Es bewegt sich schon was, nur nicht weiter.

In dieser Kolumne und im Interview haben wir den Umbau 2024 und den Rückbau / Exnovation 2025 beschrieben. Aber wir sollten nochmals neu über das Neue und dessen Voraussetzungen nachdenken. Deswegen hier einige spekulative Ideen: Wie kommen wir zu den Institutionen und Infrastrukturen für das nächste Neue?

Krieg und Hyperinflation als Lösung?

Gründe für den rasenden Stillstand und die kollektive Verblödung bei dezentraler Intelligenz liefern Geschichts-, Wirtschafts-, Geistes- und Sozialwissenschaft zuhauf. Aber was sind die Lösungen?

Mancur Olson beschrieb es 1982 in seinem Buch „The Rise and Decline of Nations“ als „institutionelle Sklerose“: In politisch wie wirtschaftlich stabilen Gesellschaften bilden sich über die Zeit immer mehr Interessengruppen, die darauf spezialisiert sind, ihre Privilegien zu sichern, statt die allgemeine Produktivität zu steigern. Diese Gruppen – von Gewerkschaften bis zu Industrieverbänden – bremsen Innovationen, da Neuerungen häufig ihre Renditen und Privilegien gefährden.

Was hilft gegen Sklerose? Nicht Orthopädie oder Yoga, sondern nur massive Schocks – wie Kriege, Zusammenbrüche oder extreme Inflation. Nur so würden laut Olson bestehende Interessengruppen entmachtet. Das waren die Voraussetzungen für das deutsche und auch das japanische Wirtschaftswunder nach 1945. Großbritannien hingegen, politisch stabil aus dem Krieg gekommen, brauchte viel länger, um sich zu erholen.

Der türkisch-amerikanische Nobelpreisträger für Wirtschaftswissenschaften Daron Acemoğlu hat mit seinem Co-Autor James A. Robinson in dem Buch „Why Nations Fail“ das Sklerose-Konzept historisch weiter ausgearbeitet. Ihre Theorie basiert auf inklusiven und extraktiven Institutionen: Die einen ermöglichen Innovation, die anderen sichern Einkommen und Privilegien. Auch diese Autoren sehen die Möglichkeit zur Veränderung nur durch „kritisches Wegscheiden“, also durch Momente größter Instabilität, die zu radikal neuen Entwicklungen führen. Zu den einschneidenden Ereignissen zählen neben Kriegen immer auch Pandemien, etwa die Pest im 14. Jahrhundert, oder ganz neue Wirtschaftsweisen wie der Aufstieg des Überseehandels.

Die vielen, sich überlagernden Krisen wären auch in Deutschland Anlass, radikal zu denken. Doch irgendwie immer auch berechtigte Interessengruppen verhindern, dass neue Institutionen, Infrastrukturen und Innovationen entstehen.

John Maynard Keynes schrieb schon 1936: Die Herausforderung liege nicht in den neuen Ideen, sondern darin, sich von den alten zu befreien. Nur wie, wenn wir Kriege, Inflation und sonstiges kritisches Wegscheiden vermeiden wollen?

Radikal neu denken, statt nur zu optimieren

Mit der im NOI Techpark in Bozen entwickelten Methode Alpha Innovation lernen Unternehmen, über das Bestehende hinauszudenken, Veränderungen frühzeitig zu erkennen und daraus neue Chancen abzuleiten. Das Ziel: nicht kontinuierliche Optimierung, sondern radikale Innovation. Der Weg dahin: ein dreistufiger, faktenbasierter Prozess, der Zukunftssignale in tragfähige Konzepte und strategische Entscheidungen übersetzt.

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Fünf einfache Hebel – eigentlich

Verlassen wir die Forschung und wenden uns mutigen Spekulationen zu.

GEOPOLITIK
Die Großmächte China, Russland und USA haben große Ängste. Europa hat hingegen Angst vor den Ängsten – und bleibt, wie Peter Sloterdijk in seinem Buch 2024 treffend titelt, ein „Kontinent ohne Eigenschaften“. Das allerdings muss geopolitisch kein Problem, sondern könnte die Lösung sein.

So nimmt trotz aller Ängste keiner außer den Europäern die regelbasierten Institutionen des 20. Jahrhunderts ernst – das Völkerrecht und den Freihandel, die Vereinten Nationen (ob Weltgesundheits- oder Welthandelsorganisation), die Nato, den Internationalen Strafgerichtshof oder die Weltbank. Diese waren vielversprechende Antworten auf die Herausforderungen nach dem Zweiten Weltkrieg.

Heute erleben wir US-amerikanische Austritte aus allen möglichen Institutionen und die Etablierung neuer Institutionen, Weltordnungsinitiativen und Allianzen durch China. Und wir müssen anerkennen, dass diese zum Teil wirtschaftsrelevanter und wirkmächtiger sind als die der westlichen Welt – von Seidenstraßen bis zu BRICS+-Konferenzen.

Neues Design: Bestehende Institutionen bekommen Zeitzünder. Und wir akzeptieren, dass Wladimir Putin mit der Nato ein Problem hat, Donald Trump mit den Vereinten Nationen, mit internationalen Gerichtshöfen und Ähnlichem und Xi Jinping mit Zöllen und westlicher Hegemonie.

Wir stimmen also alle einander zu, dass wir diesen Institutionen nicht mehr (global) zustimmen können – und erarbeiten eine neue Geopolitik des 21. Jahrhunderts. Eine Art Weltparlament der Gutwilligen, das sich selbst gründet und die nationalen, globalen und planetaren Interessen durch neue Institutionen erst mal neu aushandelt. Bis dahin gelten Stillhalteabkommen bei Kriegen, Zöllen und Sanktionen. Die neuen Institutionen werden evaluiert und nach 20 Jahren oder auf Antrag neu verhandelt.

Konstitutionelle Ökonomie nennen wir das, wenn wir in einer veränderten Welt eine neue Verfassung als Voraussetzung benötigen. Und wir brauchen sie, weil es nicht hilft, etwas zu verteidigen, was für alle Beteiligten aus der Zeit gefallen ist.

KLIMAPOLITIK
Treibhausgasemissionen und fossile Energien haben einen Sinn, solange die individuellen Kosten geringer sind als die Gewinne und die Haftung für die Schäden. Deutsche Kunden verweisen ebenso wie Unternehmen, die chinesische Produkte und Rohstoffe kaufen, gern auf die Chinesen, die allerdings bei der Dekarbonisierung längst weiter sind als viele andere Länder. Zudem hat China die meisten seltenen Erden, um die weltweite Dekarbonisierung voranzutreiben. Die Missachtung von solchen Werten (siehe auch die brand eins Ausgabe 04/2025: b1.de/wert-schaetzung) führt zu fehlender Verantwortung für Verstöße – und damit zu einer zunehmend nervösen Versicherungsbranche.

Neues Design: Weltweit agierenden Versicherern muss geholfen werden, auch dadurch, dass sie für bestimmte Risiken keine staatlichen Rückversicherungen mehr erhalten – ungeachtet, ob ein Präsident gerade mal den Klimawandel leugnet. Die Weltgemeinschaft könnte verabreden, dass eine Liste der jeweils 100 emissionsstärksten Unternehmungen nicht mehr (rück-)versicherbar ist. Wie realistisch diese Vision ist, erleben wir gerade in der Straße von Hormus, die nicht geschlossen ist, durch die aber dennoch kein Schiff mehr fährt, weil die Versicherer keine Policen mehr dafür ausgeben. Würde dieser Weg konsequent verfolgt, änderte sich vieles, auch das Klima. Der Hebel ist da – sogar marktwirtschaftlich.

PLATTFORM-KAPITALISMUS
Das Bild ist überdeutlich: Europa hat in der Plattform-Ökonomie einen Weltmarktanteil von knapp zwei Prozent (vor allem durch SAP & Spotify), die USA hingegen von 86 Prozent. Dies allein erklärt schon viel von den extrem großen Unterschieden in der Produktivität pro Arbeitsstunde zwischen den USA und Deutschland. 2019 lagen wir noch knapp zwei Euro pro Stunde vorn, seither hat sich auf beiden Seiten des Atlantiks viel getan: Schon 2023 waren die USA Deutschland mit 83 Euro pro Stunde um rund drei Euro voraus, inzwischen liegt die Produktivitätslücke zwischen den USA und Deutschland, Frankreich, Italien, Spanien sowie dem Vereinigten Königreich bei rund 33 Prozent. Bei den Sprachmodellen der generativen KI und der darauf aufsetzenden agentischen KI ist das Ungleichgewicht ähnlich groß.

Neues Design: Wenn die einen Zölle auf physische Produkte nehmen, dann kann Europa (mit seinen im Vergleich zu den USA gut 100 Millionen Bürgern mehr) einfach die digitalen Produkte vom Markt nehmen – zumindest die nicht sonderlich komplexen provisions- und werbebasierten Angebote von Amazon, Meta, Microsoft, Netflix, Google, Booking.com oder Uber – und an ihrer Stelle die europäischen Alternativen einsetzen. Zögerliche Umsetzung und milde Strafen wie bisher sind dem Ernst der Lage nicht mehr angemessen.

Verbote wären technisch nicht sonderlich schwer, aber sozial nur mit einer klaren Botschaft und der Erklärung und Förderung europäischer Alternativen machbar. Aber damit hätten wir die digitale Souveränität, den europäischen Werbemarkt und die dahinterliegenden und die Demokratie sichernden Medienangebote, vor allem jedoch auch die Datennutzung geklärt.

DEMOKRATIE
Sie ist aktuell ein weltweites Auslaufmodell. Nur 28 Prozent der Menschen leben in einer Demokratie, und die Zustimmungsraten sinken auch hierzulande. Denn gerade das föderale System mit seiner absurden National-, Landtags- und Kommunalwahlfrequenz und den koalitionär erschöpften und ausgelaugten Parteien ist den komplexen Krisen kaum noch gewachsen, und niemand traut ihm mehr notwendige Entscheidungen gegen das Volk für das Volk zu.

Neues Design: Die Demokratie muss ebenso innovativ, inklusiv und anregend sein, wie sie langsam ist. Die Forschung zu neuen Formen der Repräsentanz, zufallsbasierten Bürgerräten und sogenannten Reallaboren ebenso wie zu anderen Formen der direkten inhaltlichen Beteiligung an den konkreten Themen läuft. Darüber hinaus sind vor allem auf EU-Ebene, aber auch in nationalstaatlichen Politik- und Entscheidungsverfahren Konsenszwänge zu hinterfragen. Der Minderheitenschutz ist wichtig, bei Konsensnotwendigkeit allerdings ebenso lähmend wie teuer.

INNOVATIONSPOLITIK
Bildungs- und Wissenschaftspolitik ist etwas für unermüdliche Degenfechter und Sonntagsrednerinnen. Es ist, wie auch die aktuellen Studien berichten, nicht nur so, dass wir zu wenig investieren. Wir holen auch zu wenig raus.

Der Befund verweist darauf, dass wir vor allem das Innovationsverhalten erneuern müssen. Es ist sicher logisch, dass ein Unternehmen mehr in die Zukunft einer Technik und damit in erhoffte künftige Gewinne investieren kann als ein Staat. Aber der Unterschied ist schon gewaltig: Während beispielsweise Deutschland über die Hightech-Agenda in sechs Schlüsseltechnologiefeldern (KI, Quantentechnologien, Mikroelektronik, Biotechnologie, Fusion/klimaneutrale Energie sowie klimaneutrale Mobilität) bis Ende der Legislaturperiode im Jahr 2029 um die 18 Milliarden Euro investieren will, gab Microsoft allein 2025 bei der KI-Infrastruktur weltweit über 80 Milliarden Dollar aus – das Vierfache in einem einzigen Jahr und in nur einem Technologiefeld.

Neues Design: Europäische Staaten können deutlich stärker untereinander kooperieren und die staatlichen Förderpolitiken als unternehmerische Missionen verstehen – mit einer staatlichen Rendite im Sinne der Ökonomin Mariana Mazzucato. Und dies in neuen, überraschenden Bündnissen: etwa die KI-Themen mit dem hier offeneren China vorantreiben statt mit den intransparenten und nahezu monopolistischen US-Plattformen.

Die Bildungspolitik muss von der Grund- bis zur Berufsschule zwingend umdenken, denn mit KI kann und braucht man nicht mehr nur Wissen zu vermitteln. Stattdessen sollten neue Kompetenzen und Qualifikationen wie Empathie und künstlerische Intelligenz im Mittelpunkt stehen. Das gilt auch für Universitäten.

Vorbau für Um-, Ab-, Rückbau

So spekulativ und damit angreifbar die Designvorschläge auch anmuten mögen – es braucht für das wirklich Neue zuvor neue Institutionen und Infrastrukturen, die das ermöglichen.

Dazu folgende Kategorien:

1. Konstitutionelle und regulatorische Infrastrukturen

Wir müssen neue Wege finden, den Wandel zu gestalten. Dafür brauchen wir Freiräume, in denen wir Innovationen testen können, noch bevor es starre Gesetze gibt. Ziel muss es sein, dass Deutschland und Europa technologisch unabhängig bleiben und wir unsere Innovationskraft als strategisches Werkzeug in der Außenpolitik nutzen.

Von der Projekt- über die Stadt- bis hin zur National-, EU- und Interkontinentalebene brauchen wir überraschende, multipolare sowie auf Neugier und auf Respekt basierende Lösungsräume. Außerdem müssen wir robuste Lieferketten aufbauen – Indonesien, Indien, Vietnam oder Südafrika sind in jeder Hinsicht neue Partner mit neuen Potenzialen.

2. Mentale und kognitive (digitale) Infrastrukturen

Durch die Large-Language-Modelle und die agentische wie physische KI (Roboter und selbstfahrende Autos) entsteht eine monopolisierte Ökonomie der Kognition. Wir müssen dem etwas entgegensetzen – vor allem auch im Sinne einer Verteidigungsfähigkeit mit autonomen Systemen und mit digitaler Souveränität. Dazu gehören Bildungssysteme, die das Neue der Kognition, der Recherche und der Manipulationsgefahr verstehen.

3. Physische Infrastrukturen

In einer langen Friedens- und Wachstumsphase wurde in Deutschland die Ertüchtigung der Infrastrukturen versäumt – vom Transportwesen über Energie und Telekommunikation bis zur Gesundheit und Krisenvorsorge. Aber Deutschland kann das besser. Wir müssen nur die neoliberalen Einsparfantasien gegen die nationalen Sicherheitslogiken abwägen. Institutionell kann man sich zum Beispiel an Japan orientieren, das seit 2021 einen Minister für wirtschaftliche Sicherheit hat, der für robuste Lieferketten, den Schutz sensibler Technologien und die Versorgung mit kritischen Rohstoffen verantwortlich ist.

4. Finanzielle Infrastrukturen

Es mangelt in Deutschland und in Europa nicht an Investitionen in Innovationen, sondern an staatlicher Hilfe beim Marktdurchbruch. Das Argument, der Markt solle alles alleine regeln (libertäre Nebelkerze), verschleiert die Realität: US-Technologiekonzerne sind nur deshalb so mächtig, weil sie massiv vom Staat vorfinanziert wurden – insbesondere durch das Pentagon. Das gilt vor allem auch für die Aktivitäten von Elon Musk (SpaceX) und Peter Thiel (Palantir).

Wir sind in der Rhetorik des Marktliberalismus in dieser Zeitenwende aus der Zeit gefallen. Die als Sondervermögen bezeichneten Schulden sollten besser zukunftsträchtig investiert werden, also in generationsgerechte Technologien und Innovationen – zum Beispiel in zivil nutzbare Datenräume statt in kriegstechnisch fragwürdige Panzer. Der Cyber-Innovation-Hub der Bundeswehr kann zusammen mit einigen Hochschulen und Unternehmen mehr an Finanzierung bereitstellen, als wir glauben. Zumal wenn es eine Dual-Use-Rendite wie in den USA gibt.

5. Sozial- und Sicherheitsinfrastrukturen

Der demografische Wandel unserer Bevölkerung und die damit einhergehenden Auswirkungen auf Rente, Gesundheit, Pflege und Bildung sind zentral für die soziale Tragfähigkeit und Solidarität der kommenden 60 Jahre. 2085 wird eine dramatische Überalterung und rasante Schrumpfung der Weltbevölkerung in nahezu allen Regionen angenommen, weil Frauen in Wohlstand nur noch bedingt Mütter werden wollen. Mit klugen Lösungen für diese Herausforderungen könnten wir morgen wieder Exportweltmeister sein – ebenso wie beim Abbau einstiger Innovationen, die es nicht mehr braucht.

Gebraucht wird eine Sozialpolitik, die Demografie und Ungleichheit berücksichtigt und die Bildung und Arbeitsmarktintegration der migrantischen Bevölkerung ernst nimmt. Die lebenslange Qualifikation in den Zeiten von Arbeitsinhaltsveränderungen durch KI sind die robusteste Sicherheitspolitik. So kann eine neue stabilisierende Mittelschicht entstehen, die für gelingende Städte und lebenswerte Nachbarschaften sorgt – andernfalls entstünde das Gegenteil.

Es braucht nach aller Gegenwartsbesoffenheit eine Zukunftsimaginationskompetenz. Wir müssen jetzt die nötigen Strukturen schaffen, um die wenigen verbleibenden Einflussmöglichkeiten zu nutzen. Das Problem: Diese Zusammenhänge sind kompliziert und lassen sich nur schwer vermitteln.

Aber wenn Bürger- und Unternehmertum Lust darauf haben, wird das eine andere, eben neue Welt, eine lebenswerte in einem neuen Wohlstand. Die Welt gehört weder Pessimisten noch Optimisten, sondern den Possibilisten – den Ermöglichern. ---

Stephan A. Jansen ist Professor für Management, Innovation und Finanzierung an der Karlshochschule Karlsruhe, Mitgründer der brand eins Agentur für Konstruktive Wirtschaft (AKW) sowie Co-Autor des Buches „Die Arbeit – Wie wir sie mit KI neu erfinden“.


Das Bild zeigt eine Gruppe von Menschen in einem Raum mit einem gelben Stuhl, einer Weißwandtafel und einem rot-blau getönten Glasfenster. Die Personen scheinen sich in einer Diskussion oder einer Präsentation zu befinden; einige stehen, andere sitzen. Der Raum strahlt eine moderne und professionelle Atmosphäre aus, wobei die Farbkombination aus Gelb, Weiß und Rot eine optisch ansprechende Umgebung schafft.

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Das Bild zeigt zwei Personen mit Kopfhörern in einer Büroumgebung, im Hintergrund ist ein Schild mit der Aufschrift „ALPHA INNOVATION“ zu sehen.

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Das Bild zeigt einen großen, offenen Innenhof mit einem modernen Gebäude, das in der Mitte eine markante, turmartige Struktur aufweist. Mehrere Personen bewegen sich im Innenhof, und in der Nähe stehen Fahrräder. Die Szene scheint einen öffentlichen Raum mit einer Mischung aus verschiedenen Architekturstilen darzustellen, darunter ein Backsteingebäude auf der linken Seite und ein Glasgebäude auf der rechten Seite. Die allgemeine Atmosphäre vermittelt den Eindruck einer geschäftigen städtischen Umgebung.

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