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Werkstattbericht

Eine gemeinsame Studie von brand eins und der pilot Agenturgruppe zeigt, wie wertvoll Vertrauen in Unternehmen ist.



Im Mittelpunkt unserer Untersuchung steht ein unterschätzter Wirtschaftsfaktor: Wenn Beschäftigte in Unternehmen einander und ihren Führungskräften vertrauen, beschleunigt das Entscheidungsprozesse und reduziert Reibungsverluste. Vertrauen ist die Grundlage für eine effiziente Zusammenarbeit – und es macht Veränderungen in Organisationen überhaupt erst möglich.

Wo es hingegen fehlt, steigen Abstimmungs- und Kontrollaufwand, Projekte kommen nur langsam voran oder scheitern.

Was das bedeutet, ist den Menschen bewusst: 95 Prozent der Befragten sagen, dass Vertrauen für sie im Beruf eher oder sehr wichtig ist. Doch das spiegelt sich in den Instrumenten zur Unternehmensführung nur sehr selten wider. Dort taucht Vertrauen in Zielvereinbarungen oder in Kennzahlen kaum auf. Das kommt Unternehmen teuer zu stehen. Denn wer sich nicht um ein vertrauensvolles Miteinander kümmert, zahlt den Preis in Form von Verzögerungen, Fluktuation und verpassten Chancen.

Genau hier setzt unser gemeinsam entwickelter Vertrauensindex an: Er macht sichtbar, was nötig ist, damit Vertrauen in Unternehmen entsteht, und wo Misstrauen zum Kostenfaktor wird.

Die vollständige Studie finden Sie hier.

Zur Studie

Wir haben Berufstätige ab 18 Jahren in brand eins Newslettern dazu eingeladen, sich an der Befragung zu beteiligen: 1.048 Menschen gaben Auskunft. Den Vertrauensindex erheben wir von nun an regelmäßig.

Das Bild zeigt ein Nahaufnahme-Porträt eines Mannes mit grauen Haaren und Bart, der ein weißes Hemd mit Kragen trägt. Er blickt direkt in die Kamera und hat ein leichtes Lächeln auf den Lippen.

Foto: © Stefan Ostermeier

„Vertrauen wird in der Wirtschaft ständig beschworen, aber selten systematisch gemessen. Diese Studie schaut nicht auf Gefühle, sondern auf Fakten: Wie wirkt Vertrauen konkret auf Zusammenarbeit, Innovation und die Stabilität von Unternehmen? In einer Zeit, in der Institutionen an Vertrauen verlieren und Technologien wie KI an Bedeutung gewinnen, brauchen Organisationen genau diese Klarheit.“

Holger Volland, CEO der brand eins Medien AG

Das Bild zeigt einen Mann mit grauen Haaren und klarem Gesichtsausdruck, der vor einem grünen Hintergrund steht. Er trägt einen grauen Pullover und schaut direkt in die Kamera.

Foto: © Christoph Niemann

„Transformation gelingt nicht durch bessere Prozesse allein – der entscheidende Hebel ist Vertrauen. Es öffnet Entscheidungsräume, die ohne gar nicht entstehen würden, und gibt Organisationen die Geschwindigkeit, die echte Veränderung braucht. Wer das konsequent aufbaut und nachhält, hat einen Vorteil. Gerade jetzt, wo KI die Art, wie wir zusammenarbeiten, grundlegend verändert.“

Kristian Meinken, CEO der pilot Agenturgruppe

Vertrauen in Zahlen

Anteil der Befragten, für die Vertrauen im beruflichen Kontext eher oder sehr wichtig ist, in Prozent: 95

 

Anteil der Befragten, in Prozent,

… die klar definierte Ziele und effiziente Kommunikationswege für mindestens genauso wichtig halten wie ein langfristiges Vertrauensverhältnis: 80
… die ihren Kolleginnen und Kollegen im Team eher oder voll und ganz vertrauen: 87
… die ihren direkten Vorgesetzten eher oder voll und ganz vertrauen: 66
… die ihren Kolleginnen und Kollegen in anderen Teams eher oder voll und ganz vertrauen: 65
… die der Personalabteilung eher oder voll und ganz vertrauen: 49
… die der strategischen Leitung eher oder voll und ganz vertrauen: 44
… die KI mindestens ein- bis zweimal pro Woche beruflich nutzen: 60
… die stark oder sehr stark darauf vertrauen, dass KI ihre Produktivität steigern wird: 23
… die wenig oder gar nicht darauf vertrauen, dass KI ihre Produktivität steigern wird: 21
… die unentschieden sind: 55