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Mori3

Alle reden über humanoide Roboter. Dabei gibt es schlaue Alternativen.



 Das Gerät scheint ein komplexes technisches Bauteil zu sein, das möglicherweise für Elektronik- oder Kommunikationszwecke verwendet wird.

Foto: © 2023 Christoph Belke, EPFL RRL / EPFL (youtube.com)

• Roboter werden äußerlich immer menschlicher. Der US-Konzern Tesla, chinesische Hersteller wie zum Beispiel Unitree oder deutsche Firmen wie Neura Robotics setzen nach Jahrzehnten der spezialisierten Industrieroboter inzwischen auf humanoide Formen. Die Analysten der Investmentbank Morgan Stanley schätzen den Markt für humanoide Roboter bis 2050 auf fünf Billionen Dollar.

Doch je komplexer ein Roboter, desto mehr seiner Teile können ausfallen. Und dann steht womöglich die komplette Maschine still. Wie jüngst, als bei dem Parkour-Test eines Roboters von Boston Dynamics dessen Kniegelenk versagte, die pinkfarbene Hydraulikflüssigkeit herausspritzte und die Maschine daraufhin in sich zusammensackte.

Jamie Paik hat an der École Polytechnique Fédérale de Lausanne (EPFL) einen Roboter gebaut, der dagegen gefeit ist. Mori3 sieht aus wie ein Origamigebilde aus mehreren flachen, dreieckigen Modulen, die sich an ihren Kanten verbinden und gemeinsam eine dreidimensionale Form annehmen. Je nach Aufgabe kann diese Form ein vierbeiniger Läufer sein, eine Art Zange oder ein Rad.

Das Prinzip nennt sich Polygon Meshing und ist aus der Computergrafik entlehnt, bei der komplexe 3D-Objekte aus einfachen Dreiecken zusammengesetzt werden. „Wir entwickeln einen modularen, origamiartigen Roboter, der je nach Umgebung und Aufgabe seine Größe, Form und Funktion beliebig verändern kann“, sagt die Maschinenbauprofessorin Jamie Paik in einem Interview.

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