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Modulare Bildung

Die Uni oder den Beruf wechseln, ohne von vorn anfangen zu müssen? Schritt halten mit den sich rasant ändernden Anforderungen der Arbeitswelt? Modulare Bildung macht es möglich. Ein Statusbericht.



Die Illustration zeigt einen Mann, der neben einer Skelettfigur steht, die einen Ball und einen Laptop in den Händen hält. Die Skelettfigur trägt eine Krawatte und hat einen Gips an einem Bein.

• Es gibt hübsche Metaphern für die Modularisierung der Bildung. Kritiker benutzen die des Häppchens: früher Fünf-Gänge-Menü, heute Buffet. Das bestehe zwar aus guten Einzelkomponenten, reiche allerdings nicht an die fein aufeinander abgestimmte klassische pädagogische Gesamtkomposition heran.

Andere sprechen von Bausteinen: Man lerne heute am besten nach dem Lego-Prinzip. Bedeutet: Wo man anfängt, ist egal. Man legt sich nicht fest auf einen linearen Bildungsweg, sondern bleibt flexibel, ergänzt passende Bausteine, ändert die Richtung. Nur so könne man den sich verändernden Anforderungen der Berufswelt gerecht werden.

Elke Katharina Wittich ist eher im Team Lego – was womöglich auch an ihrer eigenen Biografie liegt. Im Laufe ihres Berufslebens hat sie sich stetig weitergebildet. Sie ist Geisteswissenschaftlerin, hat über den Architekten Karl Friedrich Schinkel promoviert, eine Museumslaufbahn eingeschlagen, ist dann an die Universität gewechselt, hatte eine Professur für Theorie und Geschichte der Architektur und war als Gründungspräsidentin einer privaten Hochschule im Hochschulmanagement tätig. Nun leitet sie die Zentrale Einrichtung für Weiterbildung der Leibniz-Universität Hannover. Sie habe eine volle Woche, sagt sie. Eine Gruppe ukrainischer Hochschulleute ist zu Besuch, mit denen sie an der Internationalisierung von Bildungswegen arbeitet. Aber für ein Gespräch über Modularisierung nimmt sie sich die Zeit.

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