Eine Unternehmerin in Burundi
Raissa Nahayo, 39, hat Management an der privaten Université Lumière in Bujumbura, der ehemaligen Hauptstadt, studiert. 2014 hat sie mit dem Geld eines Investors eine Lkw-Vermietung gegründet, die sie vier Jahre später verkauft hat. 2019 hat sie mit ihrem Mann, einem Informatiker, Wasili gestartet, eine digitale Plattform für Fahrdienste.
Inzwischen hat Nahayo 210 Beschäftigte, die mit eigenen Autos fahren. 90 davon sind Frauen. Vom Gesamtumsatz behält sie 15 Prozent als Servicegebühr und erwirtschaftet rund 300.000 Euro pro Jahr. Bezahlt wird bar oder per App (siehe auch brand eins 04/2018: „Wir sind drin!“; b1.de/m-pesa).
Verdienst, Grundkosten, Altersvorsorge (monatlich und gerundet)
Nach Abzug der Personal- und Betriebs- kosten, der Beiträge für die gesetzliche Altersvorsorge und Steuern bleiben Raissa Nahayo knapp 1.200 Euro. Sie wohnt mit ihrer Familie im eigenen, abbezahlten Haus. Die Nebenkosten und die Kosten für Kindermädchen, Koch und Gärtner teilt sie sich mit ihrem Mann. Ihr Anteil beträgt 550 Euro. 250 Euro gibt sie für Lebensmittel aus. Die Kosten für Freizeitaktivitäten wie Beiträge für den Tennisklub belaufen sich auf 100 Euro. Nahajo nutzt einen Geschäftswagen auf Firmenkosten. 100 Euro spart sie. Somit bleiben ihr rund 200 Euro zur freien Verfügung.
Was bedeutet Ihnen Arbeit?
Sie ist vor allem meine Form der Selbstverwirklichung. Ich habe immer davon geträumt, frei zu arbeiten und Arbeitsplätze für andere Menschen zu schaffen.
Wir freuen uns, dass Ihnen dieser Artikel gefällt.
Er ist Teil unserer Ausgabe Modular denken