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So praktisch

Wie KI im Arbeitsalltag hilft.



Das Bild zeigt eine schlichte Schwarz-Weiß-Illustration eines Roboterkopfes mit zwei Antennen auf dem Kopf. Der Roboterkopf ist quadratisch dargestellt und weist ein gitterartiges Muster im Gesicht auf.
Illustration: Ahaok

Häuser aufhübschen für Makler

Jan Mettenbrink, 58, Geschäftsführer einer Makleragentur aus Buchholz (Niedersachsen):

„Wir arbeiten seit einigen Jahren bereits sehr erfolgreich mit KI. Zuerst haben wir sie für Beschreibungen von Häusern und Wohnungen und andere Texte auf unserer Website genutzt. Der nächste Schritt war dann die Bildbearbeitung. Wir können dank KI jetzt sehr einfach Räume aufräumen und so ihre realen Dimensionen präsentieren. Zumindest für unseren Onlineauftritt überlassen wir der KI mittlerweile das Home Staging.

Dabei geht es darum, eine Immobilie möglichst gut zu inszenieren, mit Licht, Möbeln und Farbe. Wir können verschiedene Einrichtungsstile ausprobieren und überlegen, welcher am besten zur Immobilie und zur Zielgruppe passt: skandinavisch, modern oder klassisch-elegant.

Sehr hilfreich ist die KI auch dabei, persönliche Fotos an den Wänden zu entfernen oder zu verfremden. Früher mussten wir für das Home Staging Möbel auswählen, Räume einrichten und einen Fotografen bezahlen – möglicherweise mehrfach. Jetzt nehmen wir nur noch ein Foto auf und können damit arbeiten. Natürlich sieht nicht jeder Entwurf sofort gut aus, manchmal wirken die Möbel zu groß für den Raum, die Farben passen nicht. Dann können wir einzelne Prompts verändern, und die KI erstellt daraus in kurzer Zeit eine neue Variante.“

Daten sprechen lassen für den Personaler

Tristan Eckert, 40, Personaldirektor eines mittelständischen Unternehmens und Vorstandsmitglied beim Bundesverband der Personalmanager*innen:

„Als Personaldirektor bei einer Unternehmensgruppe mit zehn Töchtern laufen bei mir viele Personaldaten zusammen. Diese Kennzahlen zu ordnen war in der Vergangenheit echt schwierig. Jetzt kann ich mir mithilfe von Bots jeden Monat ein Personalreporting erstellen lassen. Und nicht nur das – ich kann mit dem Datensatz chatten und Fragen stellen. Zum Beispiel: Wie viele Praktikanten haben wir an unserem Standort in Berlin? Oder auch: Wie hat sich unsere Krankenquote im Vergleich zum Vorjahr entwickelt?

Theoretisch ginge auch noch deutlich mehr im Personalwesen mit KI. Wir haben Zugriff auf einen spannenden Datensatz, unter anderem mit Name, Anschrift, Sozialversicherungsnummer, Entgelt, Kindern, Religion, Geschlecht eines jeden Mitarbeiters. Das sind allerdings höchstpersönliche Daten, die dürfen wir rechtlich nur eingeschränkt nutzen. Was schade ist, denn damit ließen sich interessante Untersuchungen durchführen – zum Beispiel, ob es Pay-Gaps je nach Alter, Geschlecht und Ethnie gibt.“

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