Irene hilft
Notrufsysteme für kranke oder alte Menschen versagen immer wieder, weil der Notfallknopf gerade weitab liegt. Nun gibt es eine Alternative.
Dieser Artikel erschien in der Ausgabe 03/2026.
• Das Ding, das Sebastian Most auf den Tisch stellt, sieht aus wie eine geschrumpfte Alexa. Der kleine Zylinder mit der markanten Perforation versteht zwar keine Sprache, erkennt aber Geräusche. Vor allem solche, die darauf hindeuten, dass irgendetwas nicht in Ordnung ist.
Der Zylinder heißt Irene, so wie Mosts Großmutter. Die stürzte vor einigen Jahren in ihrer Wohnung und wurde erst nach Stunden mit gebrochener Schulter gefunden, der Notfallknopf lag weit weg auf dem Tisch. Damit das nicht noch einmal passiert, machte sich der Datenwissenschaftler Most auf die Suche nach Systemen, die automatisch Alarm geben.
Er fand jedoch nichts, was einfach zu installieren, bezahlbar und diskret gewesen wäre. Also entschied er sich, ein solches Gerät selbst zu entwickeln. „Ich wollte ein Alarm- und Assistenzsystem, das man weder aktiv auslösen noch permanent am Körper tragen muss und das die Privatsphäre wahrt“, sagt Most, der damals als Statistiker bei der Stuttgarter Technologieberatung Zoi Techcon arbeitete.
Nach einiger Zeit kam er auf die Lösung:
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