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Das Bild ist eine Collage aus drei Fotos, die eine geschäftige Industrieumgebung mit Arbeitern und Maschinen zeigen. Die Fotos zeigen verschiedene Phasen des Fertigungsprozesses, von Arbeitern, die Maschinen bedienen, bis hin zu Maschinen im Hintergrund. Die Collage ist so gestaltet, dass sie für ein breites Spektrum von Nutzern, einschließlich Menschen mit Sehbehinderungen, zugänglich ist, indem sie ein klares und übersichtliches Layout der Bilder bietet. Die Fotos sind mit Bildunterschriften versehen, um den Kontext zu verdeutlichen und weitere Informationen zu den verschiedenen Phasen des Fertigungsprozesses zu liefern.

Igus

Der Kunststoffspezialist Igus will mit einer hochmodernen Ausbildungsfabrik sein Fachkräfteproblem lösen. Eine erste Bilanz.


• Bei den Spritzguss-Pickern gab es mal wieder Probleme. Also musste Leonie Wenghöfer ausrücken, sich etwas überlegen und die Maschine reparieren. Eine verantwortungsvolle Aufgabe für Wenghöfer, die 19 Jahre alt ist und erst seit September 2025 beim Industrieunternehmen Igus in Köln arbeitet. Sie macht dort eine Ausbildung zur Mechatronikerin. Eigentlich stehen im ersten Lehrjahr die „Grundlagen der Elektrotechnik“ oder „Übungsbeispiele“ auf dem Plan. Wirkliche Mitarbeit im Unternehmen ist eigentlich nicht vorgesehen. Bei Igus gehört das jedoch zum neuen Ausbildungskonzept. Der Kunststoffspezialist will so sein Fachkräfteproblem lösen.

Dafür hat er für mehr als 600.000 Euro eine sogenannte Ausbildungsfabrik inmitten seines neuen Produktionsgebäudes gebaut. Mit Eröffnung dieser Fabrik hat Igus die Zahl der Auszubildenden auf 65 fast verdoppelt, davon streben 52 einen gewerblich-technischen und 13 einen kaufmännischen Abschluss an. Es sollen noch mehr werden. Denn ab 2027 will Igus so viele Auszubildende haben, dass die Firma ihren Bedarf an Fachkräften mit dem eigenen Nachwuchs decken kann. Man werde außerdem weiterhin gute Leute von außen einstellen, wenn es sich anbiete, sagt der für die Produktion verantwortliche Geschäftsführer Thilo Schultes. Aber man wolle einfach nicht mehr darauf angewiesen sein, mit anderen Firmen um Fachkräfte zu konkurrieren.

Denn die sind hart umkämpft. Im Jahr 2025 fehlten deutschlandweit rund 500.000 Fachkräfte. Bis 2028 dürfte die Zahl laut dem Institut der deutschen Wirtschaft Köln auf 768.000 anwachsen. Zwar entspannte sich die Lage jüngst in einigen Branchen, doch in der Industrie und im Handwerk bleibt der Bedarf hoch.

An Nachwuchs mangelt es vor allem im für die Industrie so wichtigen Maschinenbau. Die Zahl der Bewerberinnen und Bewerber war im vergangenen Jahr sechs Prozent niedriger als im Jahr zuvor, sodass neun Prozent aller Ausbildungsstellen laut dem Maschinenbauverband VDMA unbesetzt blieben.

Zu wenige Bewerbungen stellen das eine Problem dar. Das andere: Die Zahl der angebotenen Ausbildungsplätze sank ebenfalls – zuletzt um 25.300 auf inzwischen rund 530.000 Stellen. Das hat das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) ermittelt. Und beide Probleme hängen eng zusammen: Weil Firmen weniger Auszubildende finden, bieten sie weniger Plätze an. Eine Abwärtsspirale, an der sich Igus nicht beteiligen will.

 Eine junge Frau mit blonden Haaren lächelt und trägt eine blaue Jacke mit einem orangefarbenen Logo auf der linken Brustseite. Sie steht in einem großen, industriell anmutenden Raum, im Hintergrund sind verschiedene Geräte und Maschinen zu sehen.

Wollte immer schon mit den Händen etwas erschaffen: Auszubildende Leonie Wenghöfer

Das Bild zeigt eine Frau in einer Werkstattumgebung, die vor einer Werkbank steht und ein Werkzeug benutzt.
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