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Neues aus dem brand eins Netzwerk

Ein Podcast darüber, wie sich mentale Hürden beim Klimaschutz überwinden lassen. Und ein Buch über altersfreies Arbeiten.



Eine Schwarz-Weiß-Zeichnung einer jungen Frau mit Brille. Sie hat dunkles, leicht gewelltes Haar und wirkt freundlich und aufmerksam. Ihr Blick ist direkt und offen. Sie trägt ein Hemd, das mit lockeren Pinselstrichen dargestellt ist.

„Klima und Wir“ heißt die neue Staffel des Podcasts „100 Minuten“, den brand eins im Auftrag des Migros-Pionierfonds produziert. Ein Gespräch mit seiner Leiterin Britta Friedrich.

Frau Friedrich, was steckt hinter „Klima und Wir“?

Es geht um die Folgen der Beziehung zwischen Mensch und Klima und um die Verantwortung, die wir als Gesellschaft dafür tragen. In Sachen Klimaschutz passiert einfach zu wenig – obwohl den meisten Menschen klar ist, wie dringend das Problem ist, und viele gute Lösungen auf dem Tisch liegen.

Der Podcast erklärt, warum Wissen und Handlungsbereitschaft so weit auseinanderklaffen. Was war für Sie die wichtigste Lehre?

Es gibt viel, das uns vom Klimaschutz abhält: strukturelle Hindernisse, Zielkonflikte, die Frage nach der Verantwortung. Aber am wichtigsten ist wohl: Auch gefühlte Hindernisse sind Hindernisse. Es bringt nichts, sie abzutun, wir müssen sie aus dem Weg räumen.

Und wie schaffen wir das?

Neurowissenschaftlich lässt sich unser Nichtstun damit erklären, dass unsere Denkprozesse sehr auf den gegenwärtigen Moment ausgerichtet sind. Außerdem reagieren wir stark auf Belohnungen. Ein Schlüssel – den sich übrigens bereits viele Start-ups in ihren Geschäftsmodellen zunutze machen – liegt also darin, über positive Anreize für Klimaschutz zu motivieren.

Grafik mit dem Text "100 Minuten" in großen, schwarzen Buchstaben auf einem pinkfarbenen Hintergrund. Unter dem Text steht in kleinerer Schrift "Klima und Wir". Rechts unten befindet sich das Logo von "brand eins" und dem "Migros Pionierfonds" mit einem Herzsymbol.

→ Die brand eins Medien AG produziert im Auftrag von Kunden Magazine, Reporte und Podcasts, konzipiert und veranstaltet Events. Die zweite Staffel von „100 Minuten – Klima und Wir“ läuft ab sofort auf allen gängigen Podcast-Plattformen. Mehr dazu hier

Der Migros-Pionierfonds in Zürich, fördert u. a. Start-ups, die Ansätze für die Klimawende gefunden haben. Der Fonds ist Teil des gesellschaftlichen Engagements der Migros-Gruppe, Britta Friedrich leitet ihn seit März 2022.

Eine Schwarz-Weiß-Zeichnung eines Mannes mit dunkler, lockiger Frisur und einer Sonnenbrille. Er wirkt nachdenklich und blickt direkt in die Kamera. Der Stil der Zeichnung ist locker und expressiv, mit deutlichen Pinselstrichen und Schatten.

Unsere Autoren Peter Lau und Clara Vuillemin über ihr aktuelles Buch: „Altersdiskriminierung betrifft jede und jeden.“

Peter, du hast gemeinsam mit Clara dem Thema Alter und Arbeit ein ganzes Buch gewidmet. Warum findet ihr das so wichtig?

Ursprünglich wollten wir ein Buch über Altersdiskriminierung schreiben. Uns wurde dabei aber schnell klar, dass dieses Problem besonders im Arbeitsleben alle trifft. Die Jungen kriegen bei der Stellensuche und im Arbeitsalltag ständig zu hören: „Dafür sind Sie zu jung.“ Und die Alten: „Dafür sind Sie zu alt.“ Was dazu führt, dass die mittlere Generation unter enormem Druck steht: Sie muss in einer Zeit besonders hart arbeiten und Karriere machen, in der sie außerdem eine Familie gründen, Kinder aufziehen und für die Zukunft sorgen soll. Kein Wunder, dass viele überfordert sind – und die anderen Altersgruppen unterfordert. Das lässt sich nur ändern, wenn wir eine bessere Arbeitswelt für alle gestalten.

Was hat euch bei der Recherche besonders beeindruckt?

Dass unser Bild der verschiedenen Altersgruppen aus dem vorletzten Jahrhundert stammt. Die Wissenschaft ist viel, viel weiter. Und dass es für alle Probleme längst Lösungen gibt. Auch die Entlastung der Menschen in der mittleren Lebensphase war schon ein großes Thema, wurde aber wieder vergessen. Am erstaunlichsten fand ich allerdings, wie sehr wir selbst unser Alter beeinflussen können: Wer von sich glaubt, alt zu sein, stirbt früher – Altersdiskriminierung bringt uns um. Keine Übertreibung!

Ihr fordert altersfreies Arbeiten. Was ist damit gemeint?

Ganz simpel: Betrachtet den Menschen, seine Situation, seinen Charakter – aber nicht sein Alter. Der Alterungsprozess ist individuell. Wir haben für das Buch einen 21-Jährigen interviewt, der ein europaweites Medien-Start-up leitet, aber wegen seines Alters oft nicht ernst genommen wird. Wir schreiben auch über großartige Leute, die längst in Rente sind und immer noch gut und gerne arbeiten. Und es gibt Unternehmen, die Generationen bewusst zusammenbringen – das ist gut für alle Beteiligten und für die Arbeit. Wofür das Buch übrigens ein prima Beispiel ist: Clara ist 33, ich bin 64 – zu einem so umfassenden Bild der Situation konnten wir nur gemeinsam kommen.

Buchcover mit schwarzem Text auf weißem Hintergrund. Der Titel lautet in großen Buchstaben: "ZU JUNG? ZU ALT? EGAL!". Darunter steht in kleinerer Schrift: "Für eine Arbeitswelt ohne Altersgrenzen". Oben links steht "brand eins books" und unten die Namen der Autoren: "Clara Vuillemin & Peter Lau".

→  Seit gut einem Jahr verlegt brand eins auch Bücher, schnell zu erschließende Kurzformate zu großen aktuellen Themen. Die ganze Vielfalt finden Sie hier