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Vier Personen in Arbeitskleidung stehen in einer hellen Fabrikhalle vor einer großen Metallkonstruktion mit einem Bildschirm. Drei von ihnen schauen auf den Bildschirm, der eine Warnung in mehreren Sprachen anzeigt. Der vierte Mitarbeiter steht seitlich und scheint etwas zu erklären. Im Hintergrund sind Regale mit Waren und weitere Maschinen zu sehen. Die Atmosphäre wirkt konzentriert und professionell.

Mitsubishi Electric

Auch in Japan ist Personal rar, daher setzt der Konzern Mitsubishi Electric auf ausländische Arbeitskräfte – und eine Übersetzungssoftware, die Sprachbarrieren überwindet. Das könnte Schule machen.


Dieser Artikel erschien in der Ausgabe 02/2025.

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Seit 2008 gestalten wir Kommunikation neu. Heute hilft Placetel mit AI-powered Telefonie Unternehmen einfach besser zu kommunizieren – für mehr Effizienz und besseren Kundenservice.

Das Bild zeigt ein Logo für "PLACETEL", ein Telekommunikationsunternehmen. Das Logo besteht aus einem blauen Kreis mit einer grünen vertikalen Linie auf einem schwarzen Hintergrund. Der Firmenname "PLACETEL" ist in großen, fetten Buchstaben in der Mitte des Bildes zu sehen. Das Logo ist so gestaltet, dass es leicht zugänglich und für ein breites Publikum erkennbar ist.

• Bis vor gut einem Jahr hatte Akemi Salomao täglich Sorge, etwas Wichtiges nicht mitzukriegen. Die 36-jährige Brasilianerin lebt seit zwölf Jahren in Japan, arbeitet dort in einer Fabrik, in der der Konzern Mitsubishi Electric Wärmepumpen herstellt. „Bei den morgendlichen Ansprachen wird uns immer erklärt, welche Produkte wir an diesem Tag fertigen und worauf wir dabei achten müssen“, sagt sie. Sie könne sich zwar auf Japanisch unterhalten, aber technische Fachbegriffe verstehe sie manchmal nicht. Das habe sie lange verunsichert, zumal Verständigungsprobleme bei der Arbeit immer mal wieder zu Produktionsfehlern führten. Doch das sei zum Glück vorbei – dank künstlicher Intelligenz.

Rund ein Fünftel der Menschen, die in der Fabrik im zentraljapanischen Gunma arbeiten, kommen aus dem Ausland. Wenn sie sich zum Schichtbeginn versammeln, übersetzt eine von Mitsubishi eigens entwickelte Software die Anweisungen der Schichtleiter in alle vertretenen Muttersprachen. Damit alle auf dem gleichen Stand sind.

An einem Morgen steht Salomao bei Fabriklärm vor einer Videowand, daneben ihr Vorgesetzter, der auf Japanisch erklärt, welche der rund 50 Wärmepumpen heute dran ist. Die Sätze werden von der KI zunächst ins Englische übertragen und dann nacheinander in Textform in die Muttersprachen der anwesenden Arbeitskräfte übersetzt. So erscheint auf der Videowand in Echtzeit unter anderem ein portugiesischer Text, den Salomao konzentriert mitliest: „Über das Laufband an Ihrem Platz kommt gelegentlich ein Wagen mit neuen Teilen gefahren. Passen Sie hier gerade in der Hackengegend auf, um sich nicht zu verletzen!“ Salomao nickt. Nach zehn Minuten geht sie zu ihrem Platz und wieder an die Arbeit.

Ein großer, grauer Schrank steht in einer hellen, industriellen Halle. Vor dem Schrank befindet sich eine blaue Drehplattform mit einem braunen Gegenstand darauf. Im Hintergrund sind Metallkonstruktionen und ein Geländer zu sehen.
Eine junge Frau in Arbeitskleidung steht selbstbewusst in einem Lager. Sie trägt eine blaue Arbeitsjacke mit Abzeichen, eine Kappe und blickt direkt in die Kamera. Im Hintergrund sind Förderbänder und Regale zu sehen, die eine industrielle Umgebung andeuten.

Die Brasilianerin Akemi Salomao

Das Bild ist ein Screenshot einer Website für ein Telekommunikationsunternehmen namens Placetel. Sie hat einen dunkelblauen Hintergrund mit weißem Text und Symbolen. Der Text auf der Website ist in deutscher Sprache und enthält einen Call-to-Action für Kunden, die sich über ihren Dienst erkundigen möchten, und weist darauf hin, dass sie eine bestimmte Nummer anrufen können, um weitere Informationen zu erhalten. Die Website enthält auch einen Bereich, in dem die Kunden ihr CRM-System aktualisieren können, was darauf hinweist, dass sich das Unternehmen aktiv um Kundendienst und Kommunikation bemüht.

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placetel.de

Seit einem Jahr testet Mitsubishi Electric die Software in Gunma. Demnächst soll sie auch an anderen Standorten verwendet werden. Denn die Wirksamkeit sei vielversprechend. Vor der Nutzung der KI hätten die ausländischen Angestellten laut einer internen Untersuchung im Schnitt nur 58 Prozent der Anweisungen verstanden, sagt Schichtleiter Masayoshi Ishiba. Nach drei Monaten mit der Übersetzungshilfe sei der Anteil auf 80 Prozent gestiegen.

Für japanische Unternehmen könnte die Technik ein großes Problem lösen. In der alternden und schrumpfenden Gesellschaft des ostasiatischen Landes fehlt es überall an Personal. „Der Arbeitskräftemangel ist eine der größten Wachstumsbremsen für die Wirtschaft“, sagt Franz Waldenberger, Direktor des Deutschen Instituts für Japanstudien in Tokio.

Traditionell tut sich Japan mit der Anwerbung von Arbeitskräften aus dem Ausland schwer. Man versteht sich nicht als Einwanderungsland. Hinzu kommt die eher schwer zu erlernende Sprache als Hindernis für die Integration. Viele Unternehmen setzten daher auf Automatisierung, oft bleibe aber nichts anders übrig, als die Kundenbetreuung zu reduzieren, sagt Waldenberger.

Mitsubishis Schichtleiter Masayoshi Ishiba sieht in der Übersetzungs-Software die perfekte Lösung: „Nicht nur die Arbeiterinnen, sondern auch ich habe jetzt ein viel besseres Gefühl bei meinen Ansprachen – egal ob es um die Analyse der Produktionsprozesse geht oder um Evakuierungsübungen für einen Katastrophenfall.“

Mittlerweile sei die Software durch Lernprozesse noch besser geworden. Der Anteil der von den ausländischen Angestellten korrekt verstandenen Informationen habe Ende des Jahres 2024 bei 91 Prozent gelegen. „Nur ein paar Begriffe kapiert die Software immer noch nicht“, sagt Masayoshi Ishiba und lacht. Als Beispiel nennt er das Wort „anadai“, im Mitsubishi-Sprech eine nicht hinreichend befestigte Schraube.

Die Software scheint bei dem Wortlaut an eine Kombination zweier im Japanischen häufig auftretender Schriftzeichen zu denken, sodass sie ihn ins Portugiesische mit „grande buraco“ übersetzt – was großes Loch bedeutet. --


Das Bild zeigt einen Bericht mit dem Titel "State of Voice Al Report 2025" mit einem Foto von drei Personen, die an einem Schreibtisch mit Computern arbeiten. Der Bericht ist auf einem schwarzen Hintergrund mit einem blau-weißen Logo auf der linken Seite dargestellt. Der Text auf dem Bericht weist darauf hin, dass es sich um einen "Zwischen Spezialis und Akzeptazt: Voice Al im Realitäts Check" handelt und von Placetel und DMB veröffentlicht wird.

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