Das totale Gedächtnis
Wie wäre es, wenn jeder Moment unserer Existenz automatisch dokumentiert würde? Ein Wissenschaftler arbeitet seit 18 Jahren in einem Selbstversuch an dieser digital erweiterten Erinnerung – die nun dank künstlicher Intelligenz praktikabel wird.
Dieser Artikel erschien in der Ausgabe 02/2025.
• Seit sie sich selbst in den Erinnerungen ihres Professors entdeckt hat, ist Ly-Duyen Tran überzeugt, dass diese Technik die Welt verändern wird. Die 28-jährige Doktorandin der Informatik sitzt am Vorabend der International Conference on Multimedia Retrieval in einem Strandcafé auf der thailändischen Insel Phuket, und während sie versucht, ihre Haare im Sturm aus dem Gesicht zu halten, bedient sie mit der anderen Hand auf ihrem Handy ihr System. Es soll die Grundlage für die perfekte Erinnerung der Zukunft sein.
Das System ist eine von ihr selbst entwickelte App, mit der sie gewissermaßen das erweiterte Gedächtnis ihres Professors Cathal Gurrin durchsuchen kann, der wie sie von der Dublin City University zur Konferenz angereist ist.
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Er ist Teil unserer Ausgabe Kommunikation in nervösen Zeiten