PFAS Alternative
Sie sind unter uns
So manche Chemikalie hat unseren Alltag erleichtert – aber die Folgen werden uns lange belasten. Ewigkeits-Chemikalien nennt man sie und wäre sie eigentlich gern los. Die Industrie allerdings wehrt sich gegen ein geplantes Verbot in der EU. Doch es gibt Pioniere, die aus der Suche nach Alternativen ein sauberes Geschäft machen.
• Als der Maschinenbauingenieur Thomas Midgley 1928 erstmals FCKW erzeugte, war das ein Segen. Endlich ließen sich Kühlschränke betreiben, die nicht regelmäßig in Flammen aufgingen. Und als der Chemiker Roy Plunkett mit Teflon* 1938 eine Beschichtung erfand, die nichts mehr anbrennen ließ, jubelten Industrie und Kunden. Beide Verbindungen sind billig in der Herstellung, extrem stabil und haltbar.
Weit haltbarer als ihr guter Ruf: Heute gilt Thomas Midgley als der Mensch, der so großen Schaden an der Atmosphäre unseres Planeten angerichtet hat wie kein zweiter. Sein Zaubergas fraß still und heimlich ein Loch in die lebenswichtige Ozonschicht, das heute noch etwa so groß ist wie Nordamerika. Seit 1989 ist die Stoffgruppe der FCKW verboten. Ein Grund zum Aufatmen? Nein.
Denn was das verbotene Kühlschrankgas so stabil macht – die praktisch unzerstörbare Kohlenstoff-Fluor-Bindung –, steckt vereinfacht gesagt auch in unzähligen Alltagsgegenständen. Die Gruppe der per- und polyfluorierten Alkylsubstanzen (PFAS) umfasst rund 10.000 synthetische Stoffe, von denen einige massenhaft verwendet werden – und deren langfristige Wirkung auf Mensch und Umwelt erst ansatzweise bekannt ist.
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Er ist Teil unserer Ausgabe Irrwege