Von außen sieht es aus wie ein Durch·einander
Die Leichte Sprache nimmt den Inhalt ernst, aber nicht schwer. Das kann erhellend sein. Hier die Übersetzung eines Abschnitts aus dem Programmheft der Konferenz „Die Synergetik in den Human- und Sozial- wissenschaften – Quo vadis?“.
Synergetik in den Human- und Sozialwissenschaften – Essentials. Dieser einleitende Vortrag beschreibt die Grundlagen der Synergetik, die von Hermann Haken anhand von Beispielen selbstorganisierender Systeme entwickelt, mathematisch fundiert und verallgemeinert wurde. Die Synergetik bietet ein prinzipielles Modell dafür an, wie und unter welchen Bedingungen sich makroskopische Muster (»Ordnungsparameter«) in komplexen Systemen emergent ausbilden. Diese Bedingungen (»Kontrollparameter«) sind in physischen und chemischen offenen Systemen die Zufuhr von Energie. Die Synergetik untersuchte von Anfang an Anwendungen über die Naturwissenschaften hinaus: Selbstorganisationsprozesse, also spontan entstehende geordnete Muster, können auch in den Human- und Sozialwissenschaften synergetisch modelliert und verstanden werden. Die Synergetik ist damit eine interdisziplinäre Wissenschaft der Selbstorganisation. Das Ziel des Forums Synergetik ist es, synergetische Konzepte in Human- und Sozialwissenschaften anzuwenden. Dies betrifft psychische und soziale Systeme sowie solche Systeme, in denen individuelle und soziale Variablen zusammenwirken, wie ökonomische Systeme und Systeme der psychosozialen Arbeit. Was sind in diesen Systemen, für die »Energiezufuhr« nicht definiert ist, Kontrollparameter, und welche selbstorganisierten Muster treten auf? Die Übertragung synergetischer Begrifflichkeit soll im Vortrag vorgeschlagen und diskutiert werden.
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