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Gratismentalität

Die Digitalisierung hat zu einer Vielzahl an Gratisangeboten geführt. Doch wirklich zu verschenken hat nach wie vor niemand etwas.



Das Bild ist eine Schwarz-Weiß-Illustration, die eine stilisierte Figur zeigt, die auf einem Stuhl sitzt und ihre Arme um eine große Geschenkschachtel geschlungen hat.

„Morgen Freibier!“
Beliebtes Kneipenschild (natürlich aus Metall und fest verschraubt)

• Stellen Sie sich vor, Sie haben ein Paar Joggingschuhe gefunden, mit denen Sie wirklich zufrieden sind. Sie teilen Ihre Begeisterung auf Social Media: Knieschmerzen restlos verschwunden, echt toll, uneingeschränkte Empfehlung! Niemand käme auf die Idee, man könne die Schuhe kostenlos bekommen.

Anders ist es zum Beispiel bei dem Teilen von Zeitungsartikeln, die sich hinter einer Bezahlschranke befinden. Hier kommt es sehr häufig vor, dass in den Kommentaren darunter nicht der Inhalt des Artikels diskutiert wird, sondern die Tatsache, dass man – pffft! – dafür bezahlen soll. Schockierend, dass dieser Content etwas kostet.

Vor allem bei digitalen Gütern hat sich eine Gratismentalität breitgemacht – mit weitreichenden Folgen.

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