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Reiseloft

Elija La Spina betreibt ein gut laufendes Reisebüro in Freiburg – und hat keine Angst vor der Konkurrenz im Netz.



Der Protagonist Elija La Spina, gekleidet in einem schwarzen T-Shirt , steht vor einer Steinmauer mit einer Statue aus Bronze, einem Baum und anderem grünen Gewächsen im Hintergrund. Etwas weiter entfernt beginnt eine Straße, es ist eine Straßenlaterne und ein kleines Gebäude zu sehen. Elija La Spina hat die Hände hinter dem Rücken, ist am linken Arm tätowiert, trägt einen Bart und lächelt freundlich.

brand eins: Herr La Spina, Sie haben 2016 mit 23 Ihr Reiseloft gegründet. Schon damals buchten laut Bitkom 44 Prozent der Deutschen ihre Reisen online. Woher nahmen Sie den Mut?

Elija La Spina: Viele haben mir damals den Vogel gezeigt: „Reisebüros gibt es doch in ein paar Jahren nicht mehr!“ Mich hat das nicht abgeschreckt, ich wollte endlich meinen Traum vom eigenen Reisebüro verwirklichen. Den hatte ich schon früh, fürchtete mich aber vor der Verantwortung.

Dann hat mich mit 22 ein Schicksalsschlag ausgebremst: Ich erkrankte an Leukämie. Nach sechs Monaten Chemotherapie blieb ich ein halbes Jahr zu Hause, bis meine Haare nachgewachsen waren. Als es mir besser ging, dachte ich kurz daran, zu meinem Arbeitgeber Alltours zurückzukehren. Doch der Krebs hatte alles verändert. Ich hatte keine Angst mehr, in der Selbstständigkeit zu scheitern.

Von meinem Onkel lieh ich mir 7.000 Euro, kaufte einen Computer, einen Drucker und ein Telefon. Dann ging ich auf Kunden zu, die ich aus meiner Berufstätigkeit kannte, und traf sie in Cafés. Die ersten Buchungen tütete ich vom Kinderzimmer aus ein.

Weil ich nach meiner Krebserkrankung einen Schwerbehindertenausweis hatte, bekam ich eine Null-Prozent-Finanzierung über 10.000 Euro und konnte mir so mein erstes Büro einrichten: ein Loft mit Bruchsteinwänden und Holzbalken.

Heute kann jeder bequem vom Sofa aus buchen. Braucht es Sie da noch?

Buchungsportale haben ein Problem: Vertrauen. Sieht es vor Ort so aus wie auf den Bildern? Stimmen die Bewertungen? Wir schicken unsere Mitarbeitenden regelmäßig auf Info-Reisen, um das zu prüfen. Hinzu kommt der Angebotsdschungel. Unser Mehrwert liegt darin, die Suche zu verkürzen und zu garantieren, dass das, was der Kunde sieht, auch das ist, was er bekommt.

Das Bild zeigt eine Person, die an einem Schreibtisch sitzt, mit einer Tastatur vor sich, einem Smartphone und einer Sonnenbrille auf dem Schreibtisch. Die Person hat eine Tätowierung auf dem Arm und trägt eine Uhr. Das Gesicht ist nicht auf dem Bild zu sehen, der Fokus liegt auf dem Schreibtisch und der Arbeitssituation.

Berät seit der Pandemie meist per Videocall: Elija La Spina

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