Traumjob
Pflegekräfte leiden unter hoher Belastung und fehlender Anerkennung. Trotzdem gilt ausgerechnet ein Seniorendienst aus Nordrhein-Westfalen als beliebtester Arbeitgeber Deutschlands. Ein Lehrstück.
Erst skeptisch, jetzt zufrieden: der Auszubildende Demian Budesheim
Einer der 90 Pflegebedürftigen im Pflegeheim in Brachelen
Die Feel-Good-Managerin: Manuela Garbrecht im Garten eines der Heime
• Demian Budesheim war skeptisch, als er vor rund zwei Jahren seine Ausbildung in einem Pflegeheim der St. Gereon Seniorendienste in Brachelen, rund 40 Kilometer nördlich von Aachen, begann. Oft hatte er von Überlastung und Hektik in dem Beruf gehört. Aber ein Freund empfahl ihm den Betrieb, und so bewarb er sich dort um einen Ausbildungsplatz.
Heute, im dritten Lehrjahr, ist der 24-Jährige überzeugt, den richtigen Job gefunden zu haben. „Anders als anfangs erwartet, habe ich hier das Gefühl, dass man uns ernst nimmt.“
Sätze wie diese sind in der Altenpflege selten. Die Branche steckt seit Jahren in einer Krise: zu viel Stress, zu wenig Lohn, zu wenig Anerkennung. Und während die Zahl der Pflegebedürftigen in Deutschland steigt, sinkt die der Pflegekräfte. Das Institut der deutschen Wirtschaft hat errechnet, dass bereits 2022 rund 35.000 Pflegekräfte fehlten. Und laut dem RWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung werden spätestens 2040 bis zu 380.000 zusätzliche Vollzeitkräfte in der stationären und bis zu 183.000 in der ambulanten Pflege benötigt.
Wie Menschen für diesen Beruf begeistert werden können, das lässt sich beim Seniorendienst in Brachelen studieren. Das Unternehmen mit rund 480 Beschäftigten und insgesamt 14 Häusern an verschiedenen Orten rund um die Stadt Hückelhoven zählt dem internationalen Wettbewerb „Great Place to Work“ zufolge zu den beliebtesten Arbeitgebern Deutschlands. Bei dem Wettbewerb werden Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter per Fragebogen zu ihrer Arbeitszufriedenheit befragt. Die St. Gereon Seniorendienste gingen dabei immer wieder als Sieger hervor. Was macht diese Firma besser als andere?
Wir freuen uns, dass Ihnen dieser Artikel gefällt.
Er ist Teil unserer Ausgabe Arbeitsmarkt