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Inge Fleischmann, Narrenstübchen

Inge Fleischmann, ist 88, Wirtin einer Speyerer Weinstube und immer noch verliebt in ihre Arbeit.



Das Bild zeigt eine ältere Frau mit einem warmen Lächeln, die eine blaue Strickjacke und eine Perlenkette trägt. Sie scheint in fröhlicher Stimmung zu sein, vielleicht lacht sie oder genießt einen Moment. Der Hintergrund ist unscharf und lenkt die Aufmerksamkeit auf die Frau und ihren Ausdruck. Das Bild ist im Hochformat, und es sind keine Texte oder andere Objekte vorhanden.

• An der Ecke Kleine Pfaffengasse /Grasgasse sieht fast alles noch genauso aus wie bei der Eröffnung vor 70 Jahren: Stühle und Bänke aus dunklem Holz, rot und grün karierte Tischdecken, Milchglasfenster. Die Wände zieren Karnevalsorden und viele Fotos von Gästen, die weinselig in die Kamera grüßen.

Das Kurpfälzer Narrenstübchen unweit des Speyerer Doms ist in der Stadt und Umgebung eine Institution. Und das liegt an Inge Fleischmann. Pünktlich um 15.30 Uhr schließt die 88-Jährige die Tür auf, um 16 Uhr erwartet sie die ersten Gäste. „Freitags wird es meistens früh voll“, sagt sie, während sie prüft, ob auf jedem reservierten Tisch die handgeschriebenen Schildchen stehen. An einem Stuhl hängt ein laminierter Hinweis: „Inges Stuhl“. Fleischmann trägt roten Lippenstift und Nagellack, Perlenkette und passende Ohrringe. Mit ihren weichen Gesichtszügen und den wachen Augen wirkt sie deutlich jünger als 88.

Ihr Vater, ein Karnevalist und Bäcker, eröffnete das Weinstübchen 1955 im Erdgeschoss des Hauses der elfköpfigen Familie. „Von ihm habe ich das Talent zum Reden geerbt und die Freude an der Begegnung mit Fremden“, sagt Fleischmann. Mit 19 brachte sie das erste Mal ein Tablett mit Spätburgunder Rosé und Gewürztraminer zu den Gästen, mit 37 übernahm sie mit ihrer Mutter die Leitung, nachdem ihr Vater an einem Herzinfarkt gestorben war. Seitdem sind mehr als 50 Jahre vergangen.

Während sie im pfälzischen Dialekt erzählt, betritt Peter David die Stube, „ein junger Mann, der mir unter die Arme greift“. Der Mittfünfziger ist einer von vielen Stammgästen. Er hat Wechselgeld dabei – hier wird bar bezahlt – und serviert einem Gast ein Glas Forster Spätburgunder, damit Fleischmann weiter mit den Gästen plaudern kann. Sie ist der Mittelpunkt der Runde, die sich an den beiden Tischen am Eingang versammelt hat. Das Narrenstübchen, da sind sich alle einig, ist ein zweites Wohnzimmer. Ein Ort, an dem man sich zu Hause fühlt.

Das bezeugen die Rezensionen im Netz, in denen Gäste die „herzliche Atmosphäre“ und die „umwerfende Inhaberin“ loben – sie mache „den Besuch zu etwas Besonderem“. Inge Fleischmann lebt für das Narrenstübchen, das spüren die Leute. Und deshalb arbeitet sie auch mit 88 weiter.

Manchmal, sagt sie, überlege sie, wie ihr Weg sonst ausgesehen hätte. „Man geht ja ein Stück weit am Leben vorbei, kann nicht ins Theater, nicht zu Konzerten. Es gibt keine Einladungen, denn die Leute wissen: Die Inge hat eh keine Zeit.“ Auch Urlaub habe sie nie länger als acht Tage am Stück gemacht, wegen der Gäste. „Man hat ja eine Verpflichtung.“ Mit 30 stand sie kurz davor, einen anderen Weg einzuschlagen: Damals lernte sie den Designer Luigi Colani kennen. Die Liebe ihres Lebens, aber zum Heiraten habe es nicht gereicht. Fleischmann entschied sich für das Stübchen. Hat sie das je bereut? „Ich weiß ja nicht, wie es anders gelaufen wäre“, sagt sie nachdenklich. Aber ihr Vater habe immer gesagt: besser ein glückliches Mädchen als eine unglückliche Frau.

Inzwischen lässt sie das Stübchen zwei Tage die Woche geschlossen. Dienstags isst sie mit ihrer Schwester zu Abend, samstags schlendert sie über den Markt. „Diese freien Stunden genieße ich sehr“, sagt sie. Im Winter sei es ihr ab und an schwergefallen, sich in der Kälte auf den Weg zu machen. Lieber habe sie „Küchenschlacht“ schauen wollen. Oder „Topmodel“, sagt sie und ahmt Heidi Klum nach: „Rücken gerade, nicht auf den Boden schauen!“ Losgegangen sei sie trotzdem jedes Mal.

Vor zwei Jahren lag sie im Krankenhaus, Wasser in der Lunge. „Wein wäre besser“, sagt sie trocken. Acht Tage später stand sie wieder im Stübchen. „Da haben sich alle gefreut. Aber manchmal sage ich: Muss das sein, dass ihr schon wieder da seid?“ Fleischmann lacht. „Wenn es nach den Gästen ginge, müsste ich 100 Jahre alt werden.“ ---

Das Bild zeigt ein Zeitschriftencover mit rosa Hintergrund und weißem Text. Auf dem Cover steht in fetten schwarzen Buchstaben der Titel "brand eins Woanderst ist auch ScheiBe". Ein rosa Kreis mit dem Text "Rabattcode: 25hrs" befindet sich auf der rechten Seite des Covers. Die Zeitschrift liegt auf einem Bücherstapel, und in der unteren linken Ecke befindet sich ein kleines gelbes Buch. Das Bild wird als zugänglich für alle Altersgruppen und als eine Website beschrieben, die den Richtlinien der EAA (European Association of Advertising Agencies) entspricht.

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