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Bayer

Im Bayer-Konzern bestimmen Beschäftigte selbst, an welchen Projekten sie mitarbeiten. Möglich macht das KI.



Das Bild zeigt eine städtische Straßenszene mit einem großen, mehrstöckigen Gebäude mit einem markanten Uhrenturm. Die Straße ist leer, nur ein paar Autos und ein Fahrrad sind zu sehen. Der Himmel ist klar, und die gesamte Szene vermittelt ein Gefühl von städtischem Leben. Das Bild ist in Farbe und scheint am Tag aufgenommen worden zu sein. Es gibt keinen sichtbaren Text oder besondere Details, die auf den Namen des Wahrzeichens oder des Fotografen hinweisen würden.

Dieser Artikel erschien in der Ausgabe 05/2025.

Eine Frau mit lockigem Haar und Brille sitzt auf einem Hocker vor einem Fenster und blickt auf eine Stadtlandschaft hinaus. Sie trägt eine kastanienbraune Bluse und eine schwarze Hose. Das Fenster scheint Teil eines Gebäudes zu sein, und die durch das Fenster sichtbare Stadtlandschaft umfasst mehrere hohe Gebäude.

• Elina Beletski sitzt vor einem sehr großen Bildschirm und schaut auf die digitalen Fenster eines KI-Tools namens MyGenAssist. Sie hat einen Teil davon entwickelt, obwohl das eigentlich gar nicht ihr Job war. „Wie cool war das denn“, sagt sie auf ihre unaufgeregte Art.

Beletski ist Softwareingenieurin und erzählt von „Knowledge Connectors“, „Regulatory Compliance“ oder „Infrastructure as a Code“, als wüsste jeder, was das ist. Die 29-Jährige programmiert eigentlich Apps, zum Beispiel eine, mit der interne Teams sich auf den Besuch von externen Prüfern vorbereiten. Ihr Büro liegt in einem grauen Betonmonster an einer viel befahrenen Straße mitten im Stadtteil Wedding: die Berliner Zentrale des Agrarchemie- und Pharmakonzerns Bayer. Von außen kein Traumarbeitsplatz. Innen sieht es aus wie viele moderne Büros heute – bunte Sitzecken, ein Billardtisch, ein offener Tresen mit Espressomaschine.

Auf den ersten Blick kein Ort radikaler Veränderungen. Und doch testet Bayer gerade, wie schnell und grundlegend sich ein Unternehmen umbauen lässt. Elina Beletski ist Teil eines gigantischen Experiments mit offenem Ausgang, und sie wirkt ziemlich glücklich dabei.

Bayer geht es nicht gut. Seit der Übernahme des US-Konkurrenten Monsanto muss das Unternehmen viele Milliarden abschreiben, weil es mit dem Konzern auch dessen Glyphosat-Skandal mitgekauft hatte – inklusive Rechtsstreitigkeiten. Bayer musste zehn Milliarden Dollar für Schadenersatz und außergerichtliche Vergleiche zahlen und hat 5,9 Milliarden Dollar für weitere mögliche Niederlagen vor US-Gerichten zurückgestellt. Der Konzern machte 2024 einen Verlust von 2,6 Milliarden Euro.

Bill Anderson, der vom Pharmakonzern Roche kam und 2023 Vorstandsvorsitzender wurde, reagierte mit einem radikalen Umbau: weniger Verwaltung, mehr Freiheiten für Beschäftigte. Mehrere Führungsebenen wurden gestrichen, Prozesse vereinfacht. Zwölf Level zwischen ihm und den Kunden seien einfach zu viel, so Anderson. Seit seinem Antritt arbeiten bei Bayer weltweit 7.000 Menschen weniger – größtenteils Manager.

Das Bild zeigt ein modernes mehrstöckiges Gebäude mit einer Reihe von Fenstern, die in einem Rastermuster angeordnet sind. Das Gebäude hat ein überwiegend weißes Äußeres mit einigen blauen und grünen Akzenten. Das Foto wurde aus einem niedrigen Winkel aufgenommen, wodurch die Höhe und Größe des Gebäudes betont wird. Der Himmel im Hintergrund ist klar und blau und bildet einen Kontrast zur weißen Fassade des Gebäudes. Das Bild enthält keinen erkennbaren Text oder spezifische Aktionen, und das Gebäude scheint gut gepflegt und architektonisch beeindruckend zu sein.

Der Sitz von Bayer in Berlin. Vorige Seiten: Elina Beletski am dortigen Standort

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