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Prompt erledigt: Spurensuche im Bildermeer

Die Forschungstaucherin Gabriele Dederer sucht und birgt sogennante Geisternetze der Fischerei. KI spart ihr dabei viel Zeit – über und unter Wasser.



Eine Taucherrin mit professioneller Ausrüstung auf der Suche nach Geisternetzen auf dem Grund eines trüben Gewässeres. Der sandige Untergrund wird dabei aufgewühlt. Das Wasser im Hindergrund hat die Farbe azur.

Foto: © Christian Howe / WWF

Schon als Kind interessierte Gabriele Dederer sich für das Meer. Das lag zwar nicht gerade vor ihrer Haustür; Dederer wuchs in Schwäbisch Gmünd auf. Trotzdem machte sie schon mit 16 Jahren den Tauchschein. Seit 2016 arbeitet die Biologin als Forschungstaucherin nun bei der internationalen Naturschutzorganisation WWF. Gemeinsam mit ihrer Kollegin Mareen Lee jagt sie dort nach sogenannten Geisternetzen. Hier berichtet sie, was es damit auf sich hat:

„Geisternetze sind herrenlose Netze oder Fischerkörbe, die zum Beispiel während eines Sturms verloren gegangen sind oder die aufgegeben wurden. Verheddern sie sich in Schiffsschrauben, kann das die Maschine schädigen. Den größeren Schaden richten Geisternetze aber im Ökosystem an. Etliche Tierarten sind durch Geisternetze gefährdet, darunter Karettschildkröten oder Buckelwale, die Teile der Netze verschlucken. Oder Krebstiere, Fische und gründelnde Wasservögel, die sich unter Wasser in den Netzen verheddern und darin verenden.

Geisternetze aufzuspüren ist aufwendig. Wir nutzen dafür ein sogenanntes Seitensichtsonar, das auf Schall basiert. Zieht man es in wenigen Metern Höhe über den Meeresboden, erfasst es dessen Oberflächen. So lassen sich selbst in trübem Wasser Objekte orten. An einem Arbeitstag können wir etwa 130 Hektar Meeresboden abbilden. Zurück im Büro beginnt dann die Arbeit am Computer: Wir müssen alle Sonarstreifen, die das Gerät erstellt, verifizieren. Die Abbildungen zu deuten ist für Ungeübte erstaunlich schwer. Anfangs erkannte ich nur Gekrissel. Wir müssen uns aber sicher sein: Beginnt man bei jedem Verdacht eine Bergungsaktion, wird es schnell teuer. Ein Tag Bergungsarbeiten inklusive Bootsmiete, Forschungstaucher-Crew und Verwertung der Netze an Land kostet etwa 5.000 Euro.

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