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B Corp Zertifizierung

Immer mehr Firmen schmücken sich mit dem B-Corp-Nachhaltigkeitslogo. Was und wer steckt dahinter?



Zeichnung eines grünen Superhelden mit gelbem Heiligenschein. Links versucht eine Person ihm eine Schokoladentafel zu geben, während eine andere Person rechts versucht, ihm eine Zahnbürste zu entreißen. Der Superheld scheint die Gegenstände abzuwehren.

• Weleda, Tomorrow und Ecosia haben es getan, Nespresso, Danone und »The Guardian« auch. Mehr als 9.000 Unternehmen in rund 100 Ländern haben sich bereits durch die B-Corp-Zertifizierung geackert, weitere 3.000 stecken mittendrin. Das B-Corp-Logo mit dem Kreis ist eine internationale Nachhaltigkeitsmarke mit rapide wachsender Reichweite. Angesichts dieses Erfolgs stellen sich einige Fragen.

Worum geht’s bei B Corp?

Das B steht für „Benefit for all“ und damit für Unternehmen („Corporations“), die mit ihrem Kerngeschäft Gutes für Mensch und Umwelt tun wollen. War Nachhaltigkeit bislang für viele Firmen eine Randaktivität, die den unternehmerischen Fußabdruck verkleinern oder ausgleichen sollte, will B Corp die Firmen dazu bringen, ihr Geschäft komplett neu auszurichten. Die klassische Gewinnorientierung soll durch eine Orientierung am Gemeinwohl abgelöst werden – und das in möglichst vielen Firmen weltweit. Durch B Corp soll eine stetig wachsende „Force for Good“ zusammenkommen.

Wie findet man solche Überzeugungstäter?

Bei B Corp geschieht dies durch einen detaillierten Qualifizierungsprozess. Kandidaten müssen im sogenannten Benefit Impact Assessment (BIA) ihre Errungenschaften in Sachen guter Unternehmensführung (Governance), Beschäftigte, Umwelt, Community und Kundenbeziehungen offenlegen.

Im 528 Seiten langen Fragebogen wird unter anderem abgefragt, welche Boni für Führungskräfte an soziale oder ökologische Ziele gekoppelt sind, wie viele Stunden Beschäftigte während ihrer Arbeitszeit ehrenamtlich tätig sind, wie hoch der CO2-Ausstoß des Unternehmens und der Anteil von Minderheiten in seiner Geschäftsführung ist. Die Angaben werden von Zertifizierern stichwortartig überprüft, bepunktet und in einem Gesamt-Score zusammengefasst.

So schrumpft die komplexe Frage, wie ökologisch und sozial ein Unternehmen ist, auf eine einzige Zahl zusammen. Wer mindestens 80 Punkte erreicht und sich zertifizieren lässt, darf sich Benefit Corporation nennen, die B-Corp-Marke führen und Teil der gemeinwohlorientierten Firmenallianz sein – oder zumindest so wahrgenommen werden.

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