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Ein älterer Mann mit grauem Haar und einem dunklen Hut sitzt in einem Sessel. Er blickt ernst in die Kamera. Neben ihm steht ein kleiner Tisch mit einer Wasserflasche und einem Radio. Das Bild wirkt wie eine Momentaufnahme aus dem Alltag.

Mentale Gesundheit in Pflegeberufen

Pflegekräfte standen in der Corona-Pandemie besonders unter Druck. Wie kann sich ein ganzer Betrieb davon erholen?


Dieser Artikel erschien in der Ausgabe 11/2024.

Zwei ältere Hände halten sich gegenseitig. Die Hände sind von Falten gezeichnet und zeigen ein Zeichen von Verbundenheit und Zuneigung. Eine Person trägt ein Armband mit der Aufschrift "DF 24".
Ein älterer Mann mit Brille sitzt auf einem Sofa und spielt Gitarre. Er scheint konzentriert und vertieft in die Musik zu sein. An der Wand hängen Bilder und es ist ein gemütliches Zimmer.
Beschäftigte des Altenpflegezentrums Elisabethenruhe

• Wenn die Beschäftigten des Altenpflegezentrums Elisabethenruhe im thüringischen Eisenach von ihrer Arbeit erzählen, wird klar, wie wichtig Nähe dabei ist. Sie hören den Bewohnerinnen und Bewohnern zu und nehmen sie in den Arm. Sie reichen Essen und unterstützen bei der Körperhygiene. Wann immer sie gebraucht werden, sind sie da. In der Pandemie war all das plötzlich nur eingeschränkt möglich.

Die Ältesten waren die Verwundbarsten, diejenigen mit dem höchsten Sterberisiko. Um sie zu schützen, mussten die Pflegekräfte Maske tragen, Abstand halten und das gesellige Beisammensein begrenzen. Der Infektionsschutz machte es ihnen besonders schwer, mit Demenzkranken und Schwerhörigen zu arbeiten. Und wenn sie den Bewohnern nahekommen mussten, war das oft ein Kampf: Viele wollten sich nicht testen lassen, trotzdem musste das Stäbchen irgendwie in die Nase.

Beschäftigte in der Altenpflege trugen in der Pandemie besonders viel Verantwortung und hatten ein hohes Risiko, selbst zu erkranken. Sie mussten mehr arbeiten und Ansprüche herunterschrauben. Viele sind bis heute erschöpft. In sozialen Berufen ist es üblich, dass man in einer Supervision über Erfahrungen und interne Konflikte spricht. Doch das reicht angesichts der pandemiebedingten Zusatzbelastung nicht aus.

Eine vom Bundesgesundheitsministerium im Jahr 2023 beauftragte Studie kommt zu dem Ergebnis, dass sich Führungskräfte in der Altenpflege mehr Anerkennung für ihre Leistungen in der Pandemie und Unterstützung bei der Aufarbeitung der psychischen Belastungen in ihren Organisationen wünschen. Wie eine Anfrage bei Wohlfahrtsverbänden und privaten Pflege-Anbietern ergab, haben nur wenige von sich aus konkrete Schritte unternommen.

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