Was wäre, wenn … Google zerschlagen würde?
Ein Szenario.
• Im August 2024 verkündete ein US-Gericht, bei Google handle es sich um ein illegales Monopol bei der Internetsuche. Im Dezember 2023 hatte bereits ein anderes Gericht entschieden, dass der Google-App-Store Wettbewerbsrecht verletzt. Seit September läuft nun ein dritter Prozess zur Frage, ob auch die Werbesparte des Unternehmens ein illegales Monopol ist. Um Googles Dominanz zu verringern, wären Maßnahmen von Strafzahlungen bis zu einer Entflechtung des Unternehmens denkbar. Was wäre, wenn Google aufgespalten würde?
Dies könnte die Vormachtstellung des Unternehmens schwächen und den Wettbewerb fördern. Im Online-Werbemarkt liegt Googles Marktanteil bei etwa einem Drittel, Tendenz steigend. Denn von jedem weltweit neu ausgegeben Werbedollar landen 38 Cent bei Google.
Googles Marktmacht bei Online-Anzeigen sei so groß, dass die Firma sowohl überhöhte Preise von den Werbetreibenden als auch zu viel Provision von den Webseiten-Anbietern verlangen könne, so der Vorwurf des US-Justizministeriums. Besonders relevant für Google sei das Adtech-Verfahren, sagt Tomaso Duso, Mitglied der Monopolkommission und Professor für Industrieökonomie an der TU Berlin. „Sollte dort der Missbrauch einer Monopolstellung nachgewiesen und eine Entflechtung des Werbegeschäfts verlangt werden, würde dies das Herz des Geschäfts von Google treffen.“
Google weist die Vorwürfe zurück. Das jetzige System ermögliche es kleinen Firmen, Anzeigen zu schalten und es belohne die Erstellerinnen und Ersteller von Online-Inhalten, so das Unternehmen.
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