Deutsche Telekom
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Die Deutsche Telekom hat sich in den vergangenen Jahren sehr verändert. Und dabei gelernt, wie wichtig es ist, den Beschäftigten zuzuhören, wenn ihnen alles zu viel wird.
• Auch heute gibt es bei der Deutschen Telekom noch Beamtinnen und Beamte. Früher, zu den Zeiten der Deutschen Bundespost, saßen sie in Telefonzentralen, nahmen Beschwerden entgegen, erklärten Telefondienste und nannten Gebühren. Es war die Zeit des schwarzen Posthorns auf gelbem Grund. Das wurde 1995 durch das Telekom-T in Magenta ersetzt, und auch sonst änderte sich viel: neue Techniken, Standorte, Geschäftsfelder und Arbeitsweisen. Dazu zählen seit einigen Jahren auch agile Methoden und zum Teil die Auflösung tradierter Abteilungsstrukturen. Das soll Projekte beschleunigen und die Arbeit erleichtern, muss aber erst einmal gelernt werden. Es gilt, neue Verantwortlichkeiten und Vorgehensweisen auszuhandeln und zu erproben, alles im laufenden Betrieb.
Von solchen Veränderungen weiß man: Sie kosten Kraft und verursachen Stress. Weltweit fühlen sich einer aktuellen Metastudie zufolge 41 Prozent der Arbeitnehmer gestresst, Frauen etwas mehr als Männer, Jüngere mehr als Ältere. Die Quote ist in den vergangenen Jahren kontinuierlich gestiegen. Hierzulande liegt sie ebenso hoch – und damit über dem europäischen Durchschnitt von 37 Prozent.
Viele Unternehmen reagieren darauf. Hier eine Meditations-App, da ein Yogakurs, gern unter dem Hashtag #MentalHealth. Einiges ist für Unternehmen auch gesetzlich vorgeschrieben. So müssen sie Gefahren für die physische und die psychische Gesundheit ihrer Belegschaften beurteilen und überlastete Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter entlasten, zum Beispiel durch die Reduzierung der Arbeitszeit oder die Veränderung der Arbeitsumgebung.
Bei der Telekom ist Oliver Herrmann fürs Wohlbefinden zuständig. Der Physiker und frühere Leistungssportler, der zuvor 14 Jahre bei T-Systems tätig war, leitet seit Juli einen neuen Bereich namens Employee Wellbeing, Health & Safety mit bislang rund zwei Dutzend Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Sie arbeiten unter anderem daran, Stress zu reduzieren. Das Team ermuntert zum Beispiel Beschäftigte dazu, sich zu sogenannten Resilienz-Coaches oder zu Achtsamkeitstrainern ausbilden zu lassen. In jedem Team, das ist Herrmanns Ziel, soll es eine Person geben, die Spannungen und Konflikte im Blick hat – und auch mal einen Kollegen anspricht, wenn sie den Eindruck hat, dass es ihm nicht gut geht.
Wer lieber mit jemandem von außerhalb der Organisation sprechen möchte, kann rund um die Uhr und auch am Wochenende beim Fürstenberg-Institut anrufen. Das arbeitet als externer Dienstleister für die Telekom und bietet psychologische Beratung an.

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Er ist Teil unserer Ausgabe Mentale Gesundheit