Denkwerkzeuge im Handwerk
Über digitale Zwillinge, die Suche nach Sinn und die Renaissance von Innenstädten.
„Handwerker haben keine Stirnfalten! Das sind Sixpacks vom Denken.“Handwerkerspruch
KI verändert gerade die Arbeitswelt – auch das Handwerk?
Handwerk ist wohl die produktivste Wissensarbeit, die wir kennen. Die Branche denkt seit Beginn über Arbeitseffizienz nach, präziser: über die Erleichterung körperlicher Arbeit durch Werkzeuge. Disruptiv war der Faustkeil. Bestechend die Nähnadel. Sie hat die Menschheit vermutlich mehr beeinflusst als der Dieselmotor.
Die Geschichte des Handwerks ist also eine Geschichte der Entwicklung von Werkzeugen und Maschinen. Dabei ging es im ersten Maschinenzeitalter um die Erleichterung der physischen Arbeit. Seit den Fünfzigerjahren sprechen wir vom zweiten Maschinenzeitalter, jetzt war das Ziel, die Arbeit unter anderem durch datenbasierte Prozesse und Projektmanagement zu erleichtern.
Geht es mit der Digitalisierung voran?
Laut dem Digitalverband Bitkom haben 2020 rund 53 Prozent der Handwerksbetriebe digitale Technik eingesetzt. Covid-19 und der Zugang zu den generativen KI-Sprachmodellen wie ChatGPT haben nochmals zu einem Schub geführt. Seit 2016 unterstützt zudem das vom Bundeswirtschaftsministerium geförderte Mittelstand Digital Zentrum Handwerk die Betriebe bei der Digitalisierung – kostenlos und anbieterneutral.
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Er ist Teil unserer Ausgabe Handwerk