Den eigenen Weg finden
Kaya Huber, 22, Tischlergesellin aus Ditzingen bei Stuttgart, zog es nach ihrer Ausbildung zu Praktika ins Ausland. Hier ihr Erfahrungsbericht.
„Es ist schwer zu sagen, was eine Auslandserfahrung konkret bringt. Man lernt einfach neue Dinge kennen. Das ist mir gerade sehr wichtig: viel von der Welt zu sehen. In der Schreinerei De Amicis in Volterra südwestlich von Florenz ging es anders zu als in den Handwerksbetrieben, die ich bislang kennengelernt habe.
Massimo De Amicis, der Inhaber, ist eigentlich schon in Rente. Aber er arbeitet weiter. Er brauche das Geld, sagt er oft. Ich glaube, dass er seine Arbeit liebt und nicht darauf verzichten will. Zehn Monate im Jahr erledigt er Aufträge für Privatkunden, die anderen zwei Monate ist er Teil eines Gemeinschaftsprojekts der Stadt Volterra und der Handwerkskammer Stuttgart: Er nimmt Handwerker aus Deutschland auf und arbeitet mit ihnen an der Restaurierung historischer Gebäude im Zentrum der toskanischen Stadt.
Wir haben zusammen Fenster des Rathauses geschliffen und lackiert: Massimo, ein Zimmerer-Geselle aus Ludwigsburg, und ich. In den ersten Tagen haben wir mit Händen und Füßen kommuniziert, dann immer mehr auf Italienisch.
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Er ist Teil unserer Ausgabe Handwerk