Die Insel-Lösung
Ein neues Gerät soll helfen, Brandwunden mit gesunder Haut zu schließen.
• Mediziner helfen Brandopfern oft, indem sie die oberflächliche Hautschicht einer gesunden Körperstelle ablösen und auf die Verbrennung transplantieren. Im besten Fall schließt sich dann die Wunde. Die abdeckende Haut ist aber nicht funktionsfähig, denn es fehlen wichtige Bestandteile wie Talgdrüsen oder Nervenenden. Diese befinden sich in einer zweiten, tieferen Hautschicht, die nicht mittransplantiert werden kann. Andernfalls würden die Ärzte eine neue Wunde verursachen.
Daher gab es schon 1910 erste Versuche des Amerikaners J. S. Davis, sogenannte Haut-Inseln zu transplantieren: kleine Stücke aus Vollhaut, die an einer gesunden Körperstelle entnommen werden. Diese werden in der Wunde so dicht beieinander platziert, dass sie zusammenwachsen können. Und zwar schneller, als der Körper die Lücken mit funktionslosem Narbengewebe ersetzen kann. Ebenso schnell schließen sich die Löcher in der gesunden Haut. Das Prinzip war vielversprechend, aber sehr mühsam und langwierig, denn die Inseln mussten einzeln mit einer Kanüle entnommen werden. So geriet es in Vergessenheit.
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