Ein Golflehrer in Sri Lanka
• Ranjit Kumar, 45, lebt in Nuwara Eliya, einer Kleinstadt im zentralen Hochland der Insel. Der Ort heißt im Volksmund „Little England“, weil dort aufgrund des milden Klimas einst viele britische Kolonialbeamte ein Ferienhaus besaßen. Kumar arbeitet seit zehn Jahren im 1889 gegründeten und international renommierten Nuwara Eliya Golf Club. Dort leitet er die Junior Golf Academy und widmet sich hauptsächlich der Ausbildung vielversprechender Talente. Zuvor hat er in der Tourismusbranche gearbeitet. Er ist verheiratet.
Verdienst, Grundkosten, Altersvorsorge (monatlich)
Vom Grundgehalt, das Ranji Kumar vom Verein bezieht, bleiben ihm nach Abzug aller Abgaben 150 Euro netto. Darüber hinaus bekommt er Honorare als selbstständiger Privatlehrer für Vereinsmitglieder. Davon muss er zwei Drittel an den Verein abgeben. Bei rund 30 Monatsstunden hat er nach Abzug der Steuern weitere 120 Euro. Kumar zahlt 50 Euro in seine private Altersvorsorge ein. Mit seiner Frau lebt er in einer geerbten Eigentumswohnung im Stadtzentrum, sodass er zu Fuß zur Arbeit gehen kann. Strom und Wasser kosten 45 Euro. Hinzu kommen 25 Euro für Internet und Mobiltelefon. Für Lebensmittel gibt Kumar 100 Euro aus. Ihm bleiben somit etwa 50 Euro zur freien Verfügung.
Was bedeutet Ihnen Arbeit?
Sie ist die Erfüllung meines Traumes.Nachdem ich jahrelang semiprofessionell gespielt habe, fasste ich 2014 den Entschluss, vom Golfen zu leben.
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