DeepL
Wortgewaltig
Die Übersetzungs-Software des Kölner Unternehmens DeepL ist seit der Gründung 2017 vom Geheimtipp zum Standard für viele geworden. Was lässt sich von der Firma lernen, die mit mehr als einer Milliarde Dollar bewertet wird?
Dieser Artikel erschien in der Ausgabe 03/2024.
Übersetzung von DeepL teilweise in mehreren Varianten
• Zu den kleinen Urlaubsfreuden gehörten jahrzehntelang die ungelenken Übersetzungen mancher Speisekarten. Aus Penne all’arrabbiata wurde „Penne mit Wut“, aus Pizza Quattro Stagioni eine „Pizza vier Bahnhöfe“.
Wenn solche Preziosen nach und nach verschwinden, dann dürfte das auch an einer Firma aus Köln-Ehrenfeld liegen. DeepL, 2017 aus dem Online-Wörterbuch Linguee hervorgegangen (siehe Infokasten unten), ist mit seinen KI-Übersetzungen erfolgreich geworden. Die Website gehört zu den hundert beliebtesten der Welt. Zu den inzwischen mehr als 100.000 Firmenkunden weltweit zählen Fujitsu, Elsevier, Nikkei, Beiersdorf und die Deutsche Bahn und etliche Regierungsorganisationen. Seit einer Finanzierungsrunde im Januar 2023 ist das Unternehmen DeepL SE mehr als eine Milliarde Dollar wert – auch wenn der Gründer Jaroslaw „Jarek“ Kutylowski über die Details des Deals schweigt. Welche Lehren kann man aus der Erfolgsgeschichte ziehen?
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Er ist Teil unserer Ausgabe Die neue Gründerzeit