Anders lernen
Deutschlands Schulen sind dringend reformbedürftig. Was können sie von Start-ups lernen?
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Verantwortlich für diesen Container zum Thema Bildung ist Gabriele Fischer, die sich über Ideen, Anregungen und Kritik freut: [email protected]
• Am Rande der Bielefelder Fußgängerzone befindet sich eine besondere Schule. Alle drei Stockwerke sind verglast, es gibt nur wenige kleine Räume, kaum Wände. Auf den Flächen arbeiten Gruppen an Projekten. Ein ideales Gebäude müsse Austausch zulassen, sagt Dominik Gross. Er ist der Geschäftsführer und der Mitgründer dieser Einrichtung. Allerdings handelt es sich nicht um eine pädagogische Bildungsanstalt, sondern um „eine Schule für Techunternehmen“: die Founders Foundation. Als sie 2016 gegründet wurde, sei hier „eine Start-up-Wüste“ gewesen, sagt Gross. Heute liegt die Region Ostwestfalen-Lippe, was die Zahl der Gründungen pro Einwohner angeht, im bundesweiten Schnitt im vorderen Mittelfeld.
In der Founders Foundation lernen Menschen, wie sie aus einer Idee ein Unternehmen machen. Junge Firmen werden beraten und vernetzt, mit mittelständischen Unternehmen, potenziellen Kunden, Investoren. Und weil die Foundation eine Tochter der Bertelsmann Stiftung ist, zu deren Schwerpunkten Bildung zählt, entwickelt ein beträchtlicher Teil dieser Start-ups sogenannte EdTech: digitale Werkzeuge für die Schule. Es ist ein guter Ort, um über die Zukunft der Schulbildung in Deutschland zu sprechen.
Hier wurden die Start-ups Maple Tales, das die Lesekompetenz fördern will, oder auch Grammario, ein Lernprogramm für Grammatik, aufgebaut. Man kann die Gründerinnen und Gründer der JoBooking-Plattform treffen, über die sich künftige Azubis schon während der Schulzeit mit Firmen vernetzen können. Oder die jungen Leute von DigitalErleben, die Tools für die Schule bieten.
Und es gibt das Start-up Hi-Flier, das eine Plattform entwickelt hat, die Lernprozesse organisiert und visualisiert. Diese steht im Zentrum eines Modellprojekts der Founders Foundation namens „Wertvolles Agiles Lernen für Alle“. Schülerinnen und Schüler der teilnehmenden Schulen arbeiten dabei an Aufgaben, die kooperierende Unternehmen erstellen. Sie sollen selbstständig und in Teamarbeit auch schwierigere Probleme lösen. Mehr Selbstorganisation, Selbstorientierung und Selbstwirksamkeit – das ist das Ziel dieses Modellprojekts.
Ein Schulgebäude muss Austausch zulassen.
Der Kopf der Founders Foundation: Dominik Gross
Ein neues Schulverständnis
Philipp Schulte ist Studiendirektor am Carl-Severing-Berufskolleg in Bielefeld, einer von derzeit zwei Schulen, an denen das Projekt läuft. Er sagt: „Die Gruppen kommunizieren untereinander. Es gibt die eine oder andere Frage, aber man merkt sofort, dass die Schüler eine andere Rolle haben: dass sie die Gruppe selbstständig führen und nicht immer jemanden benötigen, der sie anschiebt und Zeiten vorgibt und Arbeitsblätter austeilt.“
Schulte sitzt in einem gläsernen Konferenzraum der Founders Foundation. Zwei seiner Projektpartner sind zugeschaltet: der Gründer von Hi-Flier, Tim Bussiek, und Richard Heinen von der gemeinnützigen Bildungsberatung Learninglab. Was sie alle vermitteln, ist der Eindruck, dass es im deutschen Schulwesen an Spontaneität mangele, an Durchlässigkeit, an Freude am Lernen und an individueller Förderung – was vor allem für Gemeinschafts- und Gesamtschulen herausfordernd sei. „Probleme, die es am Gymnasium gibt, können eher an Eltern delegiert werden“, meint Heinen. Andere Schulen bräuchten dringend neue Lösungen.
Noch vor wenigen Jahren galt es als innovativ, Tafeln durch Smartboards zu ersetzen. Heute geht es um neue Lerngelegenheiten. Um den pädagogisch gut begleiteten Einsatz der richtigen Programme. Um Individualisierung und Chancengerechtigkeit durch die gezielte Förderung von Potenzialen und die genaue, digital gestützte Diagnostik von Lernschwächen. Um Hilfsmittel, die in einem System, in dem Bildungschancen immer noch oft vererbt werden, unterschiedliche Voraussetzungen etwas ausgleichen. Neue Geräte sind also nicht die Lösung, sondern ein neues Verständnis von Schule – das aber digitale Lösungen beinhaltet. Denn mit Klemmbrett und Stecktafel wird man nicht weit kommen.
Von solchen neuen Lösungen ist hier in der Founders Foundation die Rede, wenn Tim Bussiek von Hi-Flier etwa erläutert: „Projektbasiertes agiles Lernen für alle, das lässt sich nur mit digitaler Technologie zugleich wertvoll und kostengünstig machen.“ Nach zwei Stunden Aufbruchsstimmung bleibt nur die Frage: Wie übertragbar ist dieses Modellprojekt auf den Rest des Landes? Kann es tatsächlich Schule machen, oder bleibt es ein spannender Sonderfall?
Dominik Gross, der Geschäftsführer der Founders Foundation, sagt: „Eigentlich macht man ein Modellprojekt ja, wenn man das weiter skalieren möchte. Man möchte zeigen, wie etwas funktioniert, und daraus lernen, um es einer breiten Masse zugänglich zu machen.“
In der Bielefelder Start-up-Schmiede gibt es viel Platz für Dialog. Hier lernen junge Menschen unternehmerische Kompetenzen
Frontalunterricht mit Tablet
Die Frage bleibt trotzdem: Weiß das Schulsystem schon, dass es sich grundlegend wandeln muss? Wo stehen wir in Deutschland? Ein Anruf bei Silke Müller. Sie leitet die Waldschule Hatten, eine Oberschule in Niedersachsen. Gerade hat sie ein Buch über Risiken und Bedeutung künstlicher Intelligenz für Familien und Schulen veröffentlicht. Sie sagt, sie könne viel anfangen mit dem Gedanken, kollaborativer und kreativer zu arbeiten. Alles in allem werde die Digitalisierung in der Schule aber „immer noch eher als Technisierung verstanden. Und am Ende sitzen dann die Kinder vor ihren Tablets und gucken alle nach vorn.“
Frontalunterricht, so Müller, sei für viele Lehrkräfte oft noch das Mittel der Wahl. „Nicht weil sie faul sind, sondern weil sie sagen: Ich habe nur wenig Zeit, ich muss die Kinder im Blick behalten, ich muss schnell Input geben, und dann muss ich in die Arbeitsphase kommen.“ Problem- und lösungsorientiertes Arbeiten gebe es daher zwar „oft in Modellschulen, die sich lange auf den Weg gemacht haben und die in meinen Augen hervorragend arbeiten“. Aber insgesamt? „Viele Lehrer haben Angst, dass sie ihre Klassenarbeiten nicht hinkriegen, wenn sie die Kinder zu kreativ arbeiten lassen“, bemerkt sie. Und Klassenarbeiten seien nun einmal vorgegeben. Dabei dienten diese „ehrlicherweise nicht der echten Lern- und Leistungsförderung“.
Die Realität der Schule sei: Lehrkräfte müssen ihren Stoff durchbringen, obwohl es eigentlich um Persönlichkeitsentwicklung gehen sollte, sagt Müller. Kommunizieren, diskutieren, kritisieren, im Unterrichtsgespräch wirklich Gedanken wälzen – „für genau dieses Arbeiten habe ich im jetzigen Schulsystem keine Zeit“.
Das jetzige Schulsystem: Das sind 16 Schulaufsichten und fast ebenso viele Rahmenlehrpläne. Einig sind sich die Bundesländer nur bei überkommenen Regelungen, etwa darin, dass Lehrkräfte verbeamtet werden sollten, damit sie nicht so einfach in andere Bundesländer wechseln können. Oder darin, dass der jeweilige Lehrplan befolgt werden muss. Schule, das sind versetzungsrelevante Noten. Das sind fast ausschließlich Lehrkräfte, die nach dem Abitur studiert haben und dann an eine Schule gehen – also nichts anderes kennen als das tradierte Bildungssystem. Und hier und da gibt es immer noch kein WLAN. Schule wirkt wie ein Korsett. Wenn man Gründer vom Gründen abhalten wollte, müsste man ihre Geschäftsangelegenheiten von einer Schulbehörde regeln lassen.
Wie eingeschliffen bereits das Sprechen über Schule ist, darauf weist in der Founders Foundation der Bildungsberater Richard Heinen hin. Lehrkräfte, aber auch Schülerinnen und Schüler benutzten Formulierungen, die lange gelernt sind: Stundenplan, Unterricht, Fächer, Prüfung. Diese Begriffe seien nicht neutral. „Was, wenn wir anders über Schule reden würden?“, fragt Heinen. Es klingt plausibel. Vor einer Veränderung steht die Erkenntnis, dass der Status quo nicht alternativlos ist.
Eine andere Wahrheit ist: Würde man in den Lehrerzimmern des Landes jenen Flyer auslegen, der über das Bielefelder Modellprojekt „Wertvolles Agiles Arbeiten für Alle“ informiert – man würde wahrscheinlich auch Gelächter hören. Von einem Prozess ist darauf die Rede, der „strikt student-owned“ sein soll, von „Gaming Traits“ und „Peer Learning“. Davon, dass die „hybride agile Prozessplanungsumgebung“ alle zusammenbringt. Von „Challenges“. Auch „Inputs“ und „Outcomes“ dürfen nicht fehlen.
Wenn man Gründer vom Gründen abhalten wollte, müsste man ihre Geschäftsangelegenheiten von einer Schulbehörde regeln lassen.
Ein träges System
Nicht nur die Schule spricht eine eigene Sprache, die Gründerszene auch. Start-ups sind junge Unternehmen. Die Schule ist ein sehr altes. Der Bildungsberater Richard Heinen sieht es so: „Wenn ein Gründer ‚schnell‘ sagt, meint er Montag. Wenn eine Schule ‚schnell‘ sagt, meint sie nächstes Schuljahr.“ Zwischen diesen Systemen müsse man vermitteln. Das sei möglich, erklärt er. Man müsse Veränderung aber auch wollen.
Daher die Frage an jemanden, der nah dran ist an der Bildungspolitik: Will man? Olaf Köller steht vor seinem Computer, hinter ihm sieht man die Reihen eines leeren Universitätssaals. Er ist Professor für Empirische Bildungsforschung an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel und einer der Vorsitzenden der Ständigen Wissenschaftlichen Kommission (SWK) der Kultusministerkonferenz. Die SWK berät die Bildungspolitik. Sie ist unabhängig und gewiss nicht fortschrittsfeindlich. Sie will die Schule nicht von der Welt abschotten. Erst im Januar hat das Gremium den Einsatz von Large Language Models (Sprachmodelle wie ChatGPT) grundsätzlich befürwortet. Da etwa die Hälfte der deutschen Bildungsinstitutionen den Einsatz von künstlicher Intelligenz ablehnt – also aufschiebt – und KI generell an vielen Schulen nicht einmal Unterrichtsthema ist, war das ein Signal. Also, Herr Köller, kann Schule Start-up lernen?
„Es wird Modernisierungen geben“, erwidert er. „Die ersten Schulen fangen auch an. Die Schülerinnen und Schüler arbeiten zum Beispiel mehr autonom, kommen dann zusammen, um das zu besprechen beziehungsweise Übungsaufgaben zu machen. Und teilweise wird auch der klassische 45-minütige Unterricht aufgelöst – teilweise, wohlgemerkt. Aber eines muss man akzeptieren: Schule wird sich in ihrer Grundstruktur die nächsten Dekaden so halten.“
Olaf Köller sagt das nicht zwangsläufig deshalb, weil er das selbst fordert. Es klingt eher wie eine Bestandsaufnahme. Er sagt auch: „Politisches Handeln ist extrem träge und natürlich auch immer geprägt durch Legislaturperioden. Wenn Unternehmen so vorgehen würden wie der Staat in der Bildungspolitik, würden die pleitegehen. Ich meine: Wenn 30 Prozent der 15-Jährigen Mathematik nicht können, ist das im Grunde eine Bankrotterklärung.“
Diese Bankrotterklärung gehört zu den Ergebnissen der jüngsten PISA-Studie. Deutschlands Schulen schnitten schlechter ab denn je. Weil zu viele hinten runterkippen. Weil Lernschwächen nicht diagnostiziert und behoben werden. Weil zu wenige Lehrkräfte zu wenig Zeit haben. Weil individuelle Begabungen nicht erkannt werden oder im Schulsystem nicht zählen. Weil Lehrkräfte und Schulen Einzelkämpfer sind. Weil, weil, weil.
Ganz vorn auf der PISA-Rangliste stehen Länder wie Singapur, Südkorea, Japan und Estland. Das hat unterschiedliche Gründe. Keines dieser Länder hat die Schule ganz neu erfunden; Estland hat nicht den Frontalunterricht abgeschafft und Südkorea nicht den Leistungsdruck. Aber zumindest eines haben alle gemeinsam, die bei dem Vergleichstest sehr gut abschneiden: Sie gehen die Digitalisierung beherzt an.
Die Transformationsgeschwindigkeit der Digitalbranche könne man allerdings nicht aufs deutsche Schulsystem übertragen, meint Olaf Köller. Man könne nicht noch mal bei einem weißen Blatt Papier beginnen und sich die ideale Schule ausmalen. „Es wird nicht so sein, dass sich alles auflöst, und dann sitzen alle mit ihrem Laptop auf irgendwelchen Kuben“, erklärt er. „Dafür ist das System zu änderungsresistent.“ Man müsse vom Status quo ausgehen und sich überlegen, wie man ihn verbessern kann.
Nicht ob. Sondern wie. Aber was soll passieren, damit es wirklich geschieht? Ideen gibt es auch jenseits der Start-up-Welt. Nach dem ersten sogenannten PISA-Schock für Deutschland im Jahr 2000 gab es jedenfalls viel Bewegung – neue Schulformen, individuellere Förderungsmethoden, frühkindliche Bildung. Die Ergebnisse wurden besser und besser. Eine Zeit lang. Nur hat man jüngst einen neuen PISA-Schock erlebt, der diesmal in der Erkenntnis besteht, dass die Schulreform immer weitergehen muss.
Große Lösungen, anyone?
Silke Müller hätte eine. Sie plädiert dafür, den Föderalismus im Bildungsbereich zu überwinden. Als Beispiel für unproduktives Beharren auf Kompetenzen nennt sie den Bildungsgipfel der Bildungsministerin Bettina Stark-Watzinger 2023, dem sich viele Länder verweigert hätten. Bildung ist deren Gebiet, da lässt man sich nicht von der Bundesregierung vorführen. Müller sagt, es brauche „eine Behörde, die unabhängig ist von politischen Legislaturen und parteipolitischen Entscheidungen“.
Und sie würde den Schulen mehr Entscheidungsmöglichkeiten geben. In ihrem Bundesland, Niedersachsen, gibt es das System der Eigenverantwortlichen Schule. Schulleitungen hätten eigene, ordentliche Budgets und könnten damit etwa Fortbildungen bezahlen. Das brauche es überall, findet sie. Alles, was den Lehrkräften „mehr Zeit für Bindungsarbeit und pädagogische Begleitarbeit“ verschaffe, sei gut.
Silke Müller fordert auch das Entrümpeln der Lehrpläne. Einen Expertenrat aus Wissenschaftlern, Unternehmerinnen, Juristen, der an einer Art Relaunch der Schule arbeitet. Schulleitungen, die ausgebildet sind, Organisationen zu managen und Prozesse zu strukturieren. Allianzen mit Firmen.
Dass EdTech-Unternehmen ein Teil der Lösung seien, sagt auch Olaf Köller. „Die Zukunft der Entwicklung von Bildungsmedien liegt in Kooperationen mit Start-ups.“ Damit nicht irgendwelche Programme eingesetzt würden, aber auch nicht jedes Update genehmigt werden müsse, sollte es definierte Standards geben. Woran es derzeit bei so manchem Programm noch fehle, glaubt er, sei „didaktische Treffsicherheit“. Start-ups müssten sich stärker mit Praxis und Wissenschaft verzahnen. Und man müsse auch die kurze Halbwertszeit bedenken. Schulbücher würden zehn Jahre lang verwendet. Digitale Programme dagegen benötigten regelmäßig Updates, dafür brauche es ein tragfähiges Finanzierungsmodell. Aber alles in allem sei für ihn klar: „Je schneller die digitale Transformation kommt, desto besser. Und Leuten, die glauben, sie kommt nicht, denen muss man diesen Gedanken ausreden.“
Wenn man Dominik Gross, Abiturjahrgang 1999, von der Founders Foundation fragt, ob er lieber heute Schüler wäre oder noch einmal in den Neunzigerjahren, antwortet er: Am liebsten würde er in 20 Jahren noch mal in die Schule gehen – in der Hoffnung, dass sich bis dahin etwas geändert hat. ---
Auch ein Bürohund hat den freien Blick ins Grüne – die Fassaden sind verglast
Die Founders Foundation in Bielefeld wurde 2016 als gemeinnützige Tochter der Bertelsmann Stiftung gegründet. Das Modellprojekt „Wertvolles Agiles Lernen für Alle“ ist 2023 daraus hervorgegangen. Zu den Projektpartnern gehören:
_Tim Bussiek, Gründer des Start-ups Hi-Flier.
_Richard Heinen, geschäftsführender Gesellschafter der gemeinnützigen Bildungsberatung Learninglab.
_Philipp Schulte, Studiendirektor am Carl-Severing-Berufskolleg in Bielefeld.
Die Ständige Wissenschaftliche Kommission (SWK) der Kultusministerkonferenz ist ein unabhängiges Gremium von Bildungsfachleuten, das Gutachten, Stellungnahmen und Impulspapiere zu bildungspolitischen Themen schreibt. Die Länder müssen die Empfehlungen der SWK nicht umsetzen. Olaf Köller ist einer der beiden Vorsitzenden der SWK, Geschäftsführender Wissenschaftlicher Direktor des Leibniz-Instituts für die Pädagogik der Naturwissenschaften und Mathematik (IPN) und Professor für Empirische Bildungsforschung an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel.
Silke Müller leitet die Waldschule Hatten, eine Oberschule in Niedersachsen. Sie ist zudem Digitalbotschafterin ihres Landes und Autorin.
Das Wichtigste in Kürze:
– Das Schulsystem braucht neue Lösungen, um Schülerinnen und Schüler individuell zu fördern, Ungleichheiten abzubauen und Spaß am Lernen zu ermöglichen.
– Hilfreich können Start-ups sein: Mit pädagogischer Software lassen sich etwa Wissenslücken schließen oder selbst organisiertes Arbeiten einüben.
– Das Schulsystem ist sehr träge. Schnelle, drastische Veränderungen erwarten Experten daher nicht. Aber: Sie sehen die Digitalisierung als Teil der Lösung.