Eingewanderte Eltern geben oft alles für ihre Kinder – und erwarten im Gegenzug Bilderbuchkarrieren von ihnen. Hier berichten zwei, wie sie mit solchen Ansprüchen umgegangen sind.
Text: Jennifer Garic Fotografie: Lena Giovanazzi, Hanna Lenz
• „In meiner Familie geht es nicht nach unten. Es gibt nur eine Richtung: nach oben. Wir sind Leistungsträger“, so beschreibt Emilia Smechowski das Selbstverständnis ihrer Eltern, die vor 35 Jahren aus Polen nach Deutschland kamen. Was das für sie bedeutete, beschreibt die Journalistin in ihrem Buch „Wir Strebermigranten“. Es hat einen Nerv getroffen. Denn den Druck, es weiter bringen zu müssen als die Eltern, kennen viele Menschen ausländischer Herkunft.