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Flensburger Hafen

Die Ratsversammlung der Stadt Flensburg war sich einig: Die alten Silos am Osthafen müssen weg. Doch hat ein Berliner Architekt eine andere Idee: Sie ist optisch reizvoll und umweltfreundlicher, außerdem ein Modellprojekt. Trotzdem weitermachen? Oder alles neu planen?



Schwarz-Weiß Aufnahme einer hohen Fassade eines Gebäudes. Die Architektur wirkt schlicht und funktional. Ein Fenster mit mehreren Feldern ist zu sehen, das Licht fällt herein. Das Bild vermittelt einen kühlen, sachlichen Eindruck.
Schwarz-Weiß Aufnahme eines Gebäudekomplexes. Im Vordergrund ein flaches Gebäude mit einer Fassade aus Ziegelsteinen und einem Vordach. Darüber befindet sich ein höherer Gebäudeteil mit einer vertikalen Struktur. Am Himmel sind Stromleitungen zu sehen. Die Aufnahme wirkt trist und betont die architektonischen Elemente des Gebäudes.
Das Bild zeigt die Bugspitze eines weißen Segelbootes im Vordergrund. Im Hintergrund erstreckt sich eine Uferlandschaft mit einer Mischung aus Industrie- und Wohngebäuden. Ein rotes Ziegelgebäude und ein weißer Siloturm dominieren die Szene, umgeben von Bäumen und weiteren Häusern. Das Wasser ist ruhig und spiegelt das Licht wider.
Zwei Personen, eine Frau und ein Mann, stehen in einem hellen Raum vor einem großen Tisch. Auf dem Tisch befinden sich Modelle von Gebäuden und Entwürfe. Die Frau hat blonde Haare und trägt einen weiten Pullover und Jeans. Der Mann trägt eine Weste über einem Hemd. Beide blicken selbstbewusst in die Kamera. Der Raum wirkt wie ein Architekturbüro oder ein Atelier.

Der Charme der Silos erschließt sich nicht jedem. Wohl aber dem Architekten Markus Lager und seiner Partnerin Ramona Schwertfeger

• An einem Montagmorgen geht Markus Lager, hochgewachsen, lange Haare, Undercut, durch den Flensburger Sprühregen: Er ist zu einer Führung durch den großen Silo-Komplex am Osthafen verabredet. Ballastkai 10, kantige Bauten, grauer Beton greift in den Himmel, dazwischen roter Klinker, blinde Fenster, lastwagenhohe Durchfahrten. Das erste Silo wurde 1936 gebaut, im Kalten Krieg lagerten hier Teile der „nationalen Reserve“ ein, die Speicher wurden erweitert. Einen letzten Arbeiter gibt es noch, ihm leuchtet Freude über den Besuch aus dem Gesicht. „Jau, denn man los.“

Markus Lager ist Architekt, mit seiner Partnerin Ramona Schwertfeger betreibt er ein Büro in Berlin. Er hat den Campus der Universität Witten-Herdecke erweitert, für Baugruppen in Oberursel gearbeitet, geförderte Wohnungen in Berlin gebaut. Gemeinschaftsräume, hell, viel Holz, Beton nur, wo nötig. Lager kommt aus Niedersachsen, lernte Zimmerer, baute Dutzende Schweineställe aufs flache Land, bevor er mit dem Studium anfing. Das, was in den vergangenen Jahren in Architektur und Städtebau trendete, macht er seit mehr als einem Jahrzehnt: nachhaltiges Bauen. Die Silos an der Kai-Kante zur Förde sind ihm vor Jahren aufgefallen.

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