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Wachgeküsst

Die Restaurantkette Vapiano ist hoch geflogen und dann tief gefallen. Die Insolvenz im Jahr 2020 hätte das Ende sein können – hätte es nicht Wegbegleiter der ersten Stunde gegeben, die an eine Zukunft des einstigen Erfolgsunternehmens glaubten.



Ein Koch verteilt Tomatensoße auf einem Pizzaboden. Er trägt eine weiße Kochjacke und konzentriert sich auf seine Arbeit. Der Pizzaboden ist rund und die Soße wird spiralförmig aufgetragen.

• Der 20. März 2020 ist ein Freitag. Am Montag darauf, so hat die Bundesregierung gerade beschlossen, soll das Land in den Lockdown gehen. Bars und Restaurants bereiten sich darauf vor, ihre Türen für viele Wochen zu schließen. Bei der Restaurant-Kette Vapiano hingegen sind die Pizza-Öfen und Pasta-Töpfe schon seit Tagen kalt: Das Management meldet, die Kette sei zahlungsunfähig. Vapiano muss innerhalb von drei Wochen seine Liquiditätsprobleme lösen – oder ins Insolvenzverfahren gehen.

Das Management wendet sich nach ganz oben. Per Pressemitteilung ruft es die Bundesregierung an, man solle „Hilfen und Unterstützungsprogramme für Unternehmen“ zeitnah umsetzen, „die von den wirtschaftlichen Folgen von Covid-19 besonders stark betroffen sind“. Dass bei Vapiano die Jobs von 10 000 Mitarbeitern auf dem Spiel stünden, liege vor allem am „drastischen Umsatz- und Einnahmenrückgang in Zusammenhang mit der Covid-19-Krise“.

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