Frank Bourassa

Größenwahn und Perfektionismus haben Frank Bourassa zum größten Geldfälscher der Geschichte gemacht – und das Leben gerettet. Ein Gespräch über das Ringen mit dem eigenen Geist sowie Freud und Leid der Gigantomanie.





Dieser Artikel erschien in der Ausgabe 01/2022.

• Der Kanadier Frank Bourassa, 51, hat seine kriminelle Karriere bereits zu Schulzeiten begonnen. Überregional bekannt wurde er mit seiner Verhaftung im Mai 2012, als kanadische und US-amerikanische Fahnder knapp eine Million US-Dollar Falschgeld bei ihm beschlagnahmten. Die Behörden nannten die Operation „hochgradig anspruchsvoll“, die Blüten seien „mit bloßem Auge beinahe nicht zu erkennen“ gewesen. Erst später kam heraus, dass Bourassa nicht nur eine, sondern insgesamt 250 Millionen Dollar in höchster Qualität hergestellt hatte. Dass er dennoch heute ein freier Mann ist und offen über seine Tat spricht, ist Teil einer schier unglaublichen Geschichte.

brand eins: Herr Bourassa, was bedeutet Ihnen Geld?

Frank Bourassa: Geld befreit dich von den Fesseln der Gesellschaft. Wenn du genug davon hast, kann dir keiner sagen, was du zu tun hast. Das ändert alles. Ich will selbst für mich entscheiden. Darum habe ich das alles gemacht.

Frank Bourassa wächst im beschaulichen Trois-Rivières im kanadischen Québec auf. Sein Elternhaus beschreibt er als intakt. Schon als Kind ist er am liebsten allein. Als er mitbekommt, dass einige seiner Mitschüler Klamotten stehlen, schlägt er vor, das Diebesgut zu verkaufen.


 

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