Lisa Suckert im Interview

Niemand weiß, was die Zukunft bringt. Warum wir trotzdem große Pläne schmieden und wie diese unsere Gegenwart verändern, erklärt die Soziologin Lisa Suckert.





Dieser Artikel erschien in der Ausgabe 01/2022.

Ja, mach nur einen Plan!
Sei nur ein großes Licht!
Und mach dann noch ’nen zweiten Plan
Geh’n tun sie beide nicht.

Bertolt Brecht, Dreigroschenoper

brand eins: Frau Suckert, wozu brauchen wir Visionen?

Lisa Suckert: Kollektive Zukunftsvorstellungen liefern Orientierung, Koordination und Motivation. Wenn wir zum Beispiel batteriebetriebene Fahrzeuge für die Automobilität der Zukunft halten, beeinflusst das die Investitionsentscheidungen von Privatpersonen und Unternehmen sowie die politischen Entscheidungen von Regierungen.

Wir machen also unsere Handlungen in der Gegenwart von Szenarien abhängig, obwohl wir gar nicht wissen, ob sie wirklich so eintreten werden?

Um handlungsfähig zu sein, brauchen wir Zukunftsvorstellungen – auch wenn wir wissen, dass es nur Vorstellungen sind. Wir versuchen, die Ungewissheit in Wahrscheinlichkeiten zu übersetzen und zum Beispiel als Risiken zu beschreiben. Daten und Kalkulationen können diese Vorstellungen stützen oder korrigieren. Aber ein Rest an Ungewissheit bleibt immer.

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