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Der Geist in der Maschine

Die Autoindustrie steht vor einem grundlegenden Wandel. Extras wie Allrad-Antrieb oder Entertainment-Angebote sollen künftig per Internet freigeschaltet werden. Die Hoffnung: kontinuierliche Einnahmen.



Zeichnung eines rosafarbenen Autos, das wie ein Wohnzimmer eingerichtet ist. Auf der Motorhaube stehen Stühle, ein Tisch mit Essen und Getränken, ein Fernseher und Lampen. Unter dem Auto befinden sich verschiedene Gegenstände, die an Werkzeuge erinnern. Die Zeichnung vermittelt eine humorvolle und surreale Szene.

• Im großen Kosmos der Stephen-King-Werke nimmt „Christine“ einen besonderen Platz ein. Der Roman erzählt die Geschichte eines besessenen Autos, das Leute umbringt. Fast unheimlicher als die Mordserie ist aber die Fähigkeit des Fahrzeugs, sich nach jeder Beschädigung selbst zu reparieren, Christine updatet sich im Verlauf der Geschichte.

Sicher arbeitet heute weder in Wolfsburg noch in Detroit oder Schanghai irgendwer am Killerauto. Aber die Vorstellung des sich selbst verbessernden Autos, die reizt die Ingenieure schon. Auch sie wollen den Geist in die Maschine fahren lassen. Per sogenannten Over-the-Air-Updates könnten Autobesitzer bald alles, was sie heute noch als Sonderausstattung ab Werk dazukaufen, einfach später hinzubuchen: Entertainment-Angebote, Sportfahrwerke, Allrad-Antrieb, mehr Motorleistung.

Die Autoindustrie sieht in diesen Updates eine neue Einnahmequelle. Statt einmal beim Verkauf Geld zu verdienen, können die Unternehmen nun über den ganzen Lebenszyklus des Autos Einnahmen erzielen, sogar dann noch, wenn das Fahrzeug längst in zweiter oder dritter Hand ist. Getrieben sind sie dabei mal wieder vom kalifornischen Quälgeist Elon Musk, der seine Teslas längst mit Updates versorgt, von mehr Batterieladekapazität über Videospiele für den Bordcomputer bis zum Autopiloten. Nun ziehen die anderen Hersteller nach, auch in Deutschland. Gerade rechtzeitig, denn wahrscheinlich entscheidet sich bei diesen neuen Geschäften die Zukunft der Branche.

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