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Eine Person sitzt in einem großen, metallischen Würfel, der von vielen Seilen gehalten wird. Die Person trägt dunkle Kleidung und scheint konzentriert zu sein. Der Würfel befindet sich in einem dunklen Raum mit grauen Wänden und technischer Ausrüstung. Im Hintergrund sind weitere Personen und Computerarbeitsplätze zu sehen.

Mensch_neu

Mensch und Technik rücken immer näher zusammen. Wir können uns Chips implantieren lassen, Gedanken lesbar machen und unsere fünf Sinne um weitere bereichern. In seiner Foto-Arbeit „HUMAN+“ sucht der Fotograf Thomas Victor nach den Pionieren dieser Bewegung und nach einem neuen Selbstverständnis des Menschen im Zeitalter seiner technischen Erweiterbarkeit.


Besser als jedes Kettenkarussell: Der CableRobot im Tübinger Cyberneum (oben) ist ein weltweit einzigartiger Simulator für die Wahrnehmungs- und Kognitionsforschung. Die an acht Drahtseilen im Raum aufgespannte Gondel kann ihre Insassen auf abenteuerliche Helikopterflüge mitnehmen oder für Studien zum Gleichgewichtssinn feinste Bewegungen am Rande der menschlichen Wahrnehmungsschwelle simulieren. Die Konstruktion kann selbst komplexe Bewegungsabläufe, wie die bei einer Achterbahnfahrt, realistisch nachahmen.

Im Inneren einer U-Bahn sitzen und stehen verschiedene Menschen. Ein Mann mit Kurzhaarfrisur und schwarzem Hemd blickt nachdenklich geradeaus. Neben ihm sitzt ein Mann mit blondierten Haaren und dunkler Kleidung. Eine Frau mit dunkler Hautfarbe steht im Vordergrund und hält sich an einer Stange fest. Im Hintergrund sind weitere Fahrgäste zu sehen. Die Atmosphäre wirkt entspannt und alltäglich, wie im öffentlichen Nahverkehr üblich.

Immer auf Empfang: Der 37-jährige Künstler Neil Harbisson ist der erste staatlich anerkannte Cyborg Großbritanniens. Eine in seinen Schädel implantierte Antenne erweitert seine Wahrnehmung und übersetzt für ihn Farben in Töne, die durch Vibrationen auf seine Hörknochen übertragen werden.

Eine Person liegt entspannt mit ausgestreckten Armen und Beinen auf einem grünen Rasen. Sie scheint die Augen geschlossen zu haben und die Sonne zu genießen. Die Atmosphäre ist ruhig und friedlich.

Menschlicher Seismograf: Die 36-jährige spanische Künstlerin Moon Ribas hat sich Sensoren in die Füße implantieren lassen, die vibrieren, sobald an bestimmten Orten der Welt ein Erdbeben gemessen wird. Sie gilt als erster weiblicher Cyborg der Welt. Zusammen mit Neil Harbisson hat sie die Cyborg Foundation gegründet, die Menschen zur Implantation von Technik ermutigt.

Ein Mann mittleren Alters mit kurzem, grau meliertem Haar trägt eine VR-Brille und befindet sich in einer Art Flugsimulator. Er liegt in einer schrägen Position auf einem weißen Gestell und hält sich mit den Händen fest. Er scheint konzentriert und engagiert zu sein. Im Hintergrund sind verschwommen weitere Personen und ein heller Raum zu erkennen.
Zwei Männer in einem hellen Raum erleben Virtual Reality. Der Mann im Vordergrund trägt einen dunklen Anzug und eine VR-Brille, er hält zwei Controller in den Händen und scheint konzentriert zu sein. Im Hintergrund steht ein weiterer Mann mit Jeans und VR-Brille, ebenfalls mit Controllern ausgestattet. Kabel liegen auf dem Boden.
Ein Mann trägt einen futuristischen Exoskelett-Anzug. Er hat kurze braune Haare, trägt eine Brille und Jeans. Der Anzug besteht aus metallischen Armen und einer Rückenkonstruktion, die ihm eine roboterartige Erscheinung verleiht. Er hält die Steuerelemente des Anzugs in seinen Händen und wirkt konzentriert. Der Hintergrund ist ein abstraktes Muster in Orange- und Blautönen.

Bewegte Männer: Besucher einer Digital-Messe in Köln erkunden den virtuellen Raum (oben). Martin Mallwitz vom Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz übt sich mittels Exoskelett in der Teleoperation (unten), die später an Menschen angewendet werden soll.

Ein Mann mit kurzen, dunklen Haaren und blauen Augen blickt direkt in die Kamera. Er trägt ein blau-weiß gestreiftes Hemd und ein Kopfband mit zwei weißen Katzenohren. Er wirkt nachdenklich und leicht lächelnd.

Kopfsache: Der Hamburger Unternehmer Patrick Kramer (links oben) betreibt einen der größten deutschen Onlineshops für Biohacking. Seine weißen Puschel-Öhrchen geben per Brain-Computer-Interface Aufschluss über seine Stimmung. Wenn Kramer gut drauf ist, richten sich die Öhrchen auf, ist er traurig, knicken sie ein.

Ein weißer Schädel, in dessen Schädelhöhle ein menschliches Gehirn platziert ist. Das Gehirn ist rosa und weist feine, rote Linien auf. Es scheint sich um eine medizinische Darstellung oder ein Ausstellungsstück zu handeln.

Am Institut für Mikrosystemtechnik in Freiburg wird an Hirnimplantaten für Parkinson-Patienten geforscht.

Ein Mann mit dunklem Bart und dunklen Haaren blickt ernst in die Kamera. Er trägt eine Art Helm mit vielen Sensoren auf dem Kopf, der für Messungen verwendet wird. Der Hintergrund ist ein blauer Stoff.

Querschnittgelähmter Sportler, der auf dem Cybathlon in Zürich kraft seines Denkens mit anderen um die Wette fährt.

Ein Mann steht auf einer hellgrauen, flachen Dachfläche. Er trägt Jeans und ein weißes Hemd und hat eine Kamera um den Hals. Die Dachfläche ist mit vielen kleinen, quadratischen Markierungen und gelben Linien versehen. Die Perspektive ist von oben, wodurch die Fläche und der Mann klein wirken.

Nur scheinbar öde: Am Fraunhofer Institut in Nürnberg wird das Holodeck 4.0 entwickelt, das für Bewegungsfreiheit im virtuellen Raum sorgen soll. Die kleinste Kopfbewegung wird vom System registriert, die virtuelle Welt sofort daran angepasst. Zudem sagt das Holodeck die wahrscheinlich nächste Bewegung des Nutzers voraus, was die Anwendung schneller und präziser macht. So entstehen lokal begehbare virtuelle Welten.

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