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Korrespondentenbericht #Italien

Der schwebende Kaffee

Gesetzestreue steht in Italien nicht so hoch im Kurs. Umso wichtiger sind informelle Regeln.



Eine Aquarellzeichnung zeigt eine Stadtansicht mit einem Kanal. Am Ufer sitzt eine ältere Person mit einem Mantel und beobachtet drei große, rosa Seifenblasen, die über dem Wasser schweben. Die Gebäude sind hell und haben viele Fenster. Die Stimmung ist ruhig und verträumt.

• Die Bars sind endlich wieder geöffnet. Für Italiener kehrt damit ein reelles Stück Leben zurück. Dort beginnt der Tag mit Cappuccino und Cornetto (Hörnchen), dem italienischen Frühstück. Massimo, der Mann hinter dem Tresen, weiß genau, wie man seinen Kaffee will. Schiumato freddo. Oder al bicchiere. Oder ristretto. Ohne große Worte, außer „il solito“, „der Übliche“, der Rest ist im Gedächtnis des Barista gespeichert, der sich auch nach Monaten des Lockdowns noch an die Vorlieben jedes einzelnen Kunden erinnert.

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