Was Menschen bewegt

Die Traumfrau

Düzen Tekkal macht aus sehr persönlichen Gründen Politik. Und hat es ohne Amt und Parteibuch zum Shootingstar der CDU gebracht.





• Erste Gespräche mit Menschen, die wissen, dass sie porträtiert werden sollen, bleiben manchmal bis zum Ende ein zähes Abfragen. Wenn es besser läuft, kommt die Person beim richtigen Stichwort ins Erzählen. Düzen Tekkal braucht weder Fragen noch Stichwörter, sie liefert von selbst alles, was sich Reporter wünschen: starke Aussagen, persönliche Erlebnisse, bewegende Szenen aus ihrem Leben. Sie erzählt von einem Heulkrampf auf einer Toilette im Europäischen Parlament und vom Glück, das sie empfand, als sie 2015 zum ersten Mal im Berliner Reichstagsgebäude eine Rede hielt. Dann sagt sie mit energischer Stimme, dass sie von verschiedenen Seiten bedroht werde, „weil ich in heftige Machtdynamiken vorstoße, weil ich für die Opfer von Völkermördern kämpfe, weil ich mich mit der Rolle der Frau auseinandersetze, Religionsverständnisse und Identitäten hinterfrage“.

Auf einem Regal steht ein gerahmtes Bild, auf dem sie mit Bundeskanzlerin Angela Merkel und der späteren Friedensnobelpreisträgerin Nadia Murad zu sehen ist. An den Wänden hängen lauter Urkunden: Courage-Preis. Menschenrechtspreis. Frau Europas 2018. Von draußen scheint die Sonne in den Konferenzraum ihres Vereins, im Zentrum der Hauptstadt, nah an Deutschlands Machtapparat.

Bildquelle: Facebook / Fotos privat

Die Familie ist, wie bei diesem Facebook-Post, stets präsent; oben: ein Bild aus Düzen Tekkals Büro

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