Start-ups: der Exit

„Vorausplanung, da waren wir absolut scheiße “

Fünf Jahre lang gab es in Marc Schlegels Leben nur Lizza – eine Firma für Pizza aus Leinsamen. Dann kam der Exit. Ein Gespräch über den Abschied vom eigenen Unternehmen.




brand eins: Herr Schlegel, warum haben Sie die Geschäftsführung Ihrer Firma Ende 2020 abgegeben?

Marc Schlegel: Mein Mitgründer Matt-hias Kramer und ich haben gemerkt, dass unsere Stärke das Gründen ist und weniger das Managen. Es macht uns auch mehr Spaß, etwas von null auf eine gewisse Flughöhe zu bringen. Wir sind eher die Gaffa-Tape-Typen, sind pragmatisch. Das funktioniert aber nicht mehr, wenn eine Organisation so groß und komplex wird wie unsere: eigene Herstellung, Produkte mit Mindesthaltbarkeitsdatum, zwei Vertriebskanäle, Internationalisierung.

In der Zusammenarbeit mit unserem Mutterhaus Cremer hatten wir es operativ das erste Mal mit absoluten Profis zu tun. Uns wurde klar, was Lizza die nächsten Jahre wirklich braucht. Wir haben uns gefragt: Würden wir uns in der Rolle der Anteilseigner auch als Geschäftsführer einstellen? Ehrlicherweise konnten wir diese Frage nicht zu hundert Prozent mit Ja beantworten. Andererseits hatten wir das Unternehmen gegründet und meinten, es gäbe niemand Besseren, um Lizza weiterzuführen. Das war ein innerer Konflikt.

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