Gestopft!

Viel hilft viel? Wagniskapitalgeber gehen offenbar davon aus. Doch die Wahrheit ist komplizierter.





• Foie gras ist seit dem Jahr 2005 in Frankreich ein nationales und gastronomisches Kulturerbe. Das bietet den Produzenten von Enten- und Gänsestopfleber Rechtssicherheit, denn Kulturerbe schlägt in Frankreich das Tierschutzgesetz. Foie gras wird aus fünf bis sechs Monate alten Tieren gewonnen. Im letzten Monat vor der Schlachtung bekommen die Enten und Gänse drei- bis viermal am Tag mit einem Rohr einen Brei aus Mais und Schweineschmalz in den Magen gepumpt. Die Leber der Tiere schwillt dadurch von rund 300 Gramm auf ein bis zwei Kilogramm an.

Frankreich ist, wie Deutschland, weder bekannt für besonders schnell wachsende Start-ups noch für besonders viel Wagniskapital. Vermutlich ist es kein Zufall, dass die interessante Parallele von Geflügel- und Start-up-Mast US-amerikanischen Marktanalysten zuerst aufgefallen ist.

Im Jahr 2019 führten die Wagniskapital-Analysten von CB Insights eine Studie mit dem sprechenden Titel „The Foie Gras’ing of Startups“ durch. Die Leitfrage der Untersuchung war nüchtern formuliert: „Führt die Aufnahme von mehr Wagniskapital zu besseren Ergebnissen?“ Die Antwort fiel sehr klar aus: Nein, mehr Kapital führt sogar zu deutlich schlechteren Ergebnissen.

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