WYE Design – Neolign

Zwei Schulfreunde haben einen Werkstoff erfunden, aus dem sie Möbel machen. Wenn die den Kunden nicht mehr gefallen, nehmen sie die Stücke zurück und machen neue daraus. Bald wollen sie Gewinn machen.




• Im Showroom von Wye Design in Antdorf, 50 Kilometer südlich von München, steht neben einem schlafenden Cocker Spaniel ein kniehoher Hocker. Die gemaserte Sitzfläche riecht leicht nach Holz. Hellrot, mit schmal zulaufenden Beinen aus Stahlblech. In einem Zeichentrickfilm wäre der elegante Schemel ein Charakter, der mindestens so schnell laufen kann wie ein Cocker Spaniel. Ein Leichtgewicht, denkt man, bis man versucht ihn anzuheben: gut sieben Kilo wiegt das Teil. Der Hocker hat es in sich.

Und dieses „es“ hat einen Namen: Neolign. Ein Werkstoff, der zu 83 Prozent aus Holzspanresten, zu 13 Prozent aus Kunststoff und zu 4 Prozent aus Farbpigmenten besteht. Die Späne sind Nebenprodukte aus der Holzverarbeitungsindustrie und stammen aus nachhaltiger Wald- wirtschaft. Neolign wirkt wie Holz und ist formbar wie Kunststoff. Seine Dichte ist mehr als doppelt so hoch wie die von Fichtenholz, daher sein Gewicht.

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