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„Es geht nicht um Moral, sondern um Bedürfnisbefriedigung“

Der Wirtschaftshistoriker Werner Plumpe war früher Kommunist. Heute feiert er den Kapitalismus.



Ein Mann steht vor einem großen, herabhängenden Weidenbaum an einem Wasserbecken. Im Hintergrund befindet sich ein beiger, mehrstöckiger Gebäudekomplex mit vielen Fenstern. Der Mann trägt eine Jacke und wirkt nachdenklich.
Ein älterer Mann mit Brille sitzt lächelnd auf einer Steinmauer in einer modernen Stadtlandschaft. Im Hintergrund ragen hohe Glasgebäude auf, umgeben von Grünflächen. Er trägt eine beige Jacke über einem hellblauen Hemd und helle Hosen. Neben ihm befindet sich eine große, abstrakte Steinskulptur.

brand eins: Herr Plumpe, wir erleben derzeit die Rückkehr einer keynesianischen Wirtschaftspolitik mit riesigen Konjunktur- und Infrastrukturpaketen in den USA und Europa. Ist das in Ihren Augen sinnvoll?

Werner Plumpe: Wir erleben eine Wiederkehr von allem, was den Staat wieder stärker ins Spiel bringt – verbunden mit der Vorstellung, das ökonomische Geschehen könnte und sollte von politischen Entscheidungen gesteuert werden. Das betrifft alle möglichen Bereiche. So fluten die Zentralbanken seit Jahren die Volkswirtschaften mit enormen Summen. Diese staatliche Irritation des Ökonomischen stößt mittlerweile kaum noch auf größere Kritik.

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