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Ein Innenhof eines modernen Gebäudes mit einer Fassade aus vertikalen Linien. In der Mitte steht ein einzelner Baum mit wenigen Ästen, darunter eine Ansammlung von weißen Blütenblättern auf dem Boden. Das Ambiente wirkt ruhig und minimalistisch.

Selbstständige

Nicht erst in der Pandemie fühlen sich viele Selbstständige vom Staat im Stich gelassen. Der Ökonom Alexander Kritikos, Forschungsdirektor am Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung, über eine missachtete Erwerbsform.


Dieser Artikel erschien in der Ausgabe 03/2021.

Ein Mann in einem dunklen Mantel steht in einem Innenhof eines modernen Gebäudes. Er blickt nach oben und wirkt nachdenklich. Das Gebäude hat eine goldene Decke und eine Fassade aus Glas und Metall. Der Boden ist nass, vermutlich durch Regen.

brand eins: Herr Kritikos, welche Bedeutung haben Alleinunternehmer und -unternehmerinnen für die Wirtschaft?

Alexander Kritikos: Die Zahl der Solo-Selbstständigen hat sich seit den Neunzigerjahren hierzulande auf heute etwa 2,2 Millionen verdoppelt. Vor allem in den Nullerjahren, als die Zahl der abhängig Beschäftigten rückläufig war, hat diese Erwerbsform für positive Impulse auf dem Arbeitsmarkt gesorgt. Viele Solo-Selbstständige, aber auch solche mit einem kleinen Unternehmen, arbeiten im Sektor der wissensintensiven Dienstleistungen, also IT, Beratung, Architektur, Ingenieurwesen und Kreativwirtschaft. Diese Dienstleistungen haben in den vergangenen Jahren stark zum Wachstum der deutschen Volkswirtschaft beigetragen. Die beiden anderen Treiber der Entwicklung sind branchenübergreifend. Viele Unternehmen haben Arbeit outgesourct, um Kosten zu senken: Freelancer ersetzen Festangestellte. Zudem nutzen Unternehmen Solo-Selbstständige, um ihre Flexibilität zu erhöhen.


 

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