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Wirtschaftsgeschichte

Schnittmuster für den Wandel

Wie die Verlegerin Aenne Burda mit einer Nähzeitschrift die Politik beeinflusste.



Drei Frauen posieren für ein Burda-Magazin-Cover aus dem Frühling/Sommer 1960. Die Frau im Vordergrund trägt einen grauen Mantel mit einer weißen Rose am Revers und lächelt selbstbewusst. Links von ihr eine Frau mit einem violetten Hut und Netzschleier, sie wirkt elegant. Rechts eine Frau in einem hellrosa Kostüm, ebenfalls mit einem Lächeln. Der Hintergrund ist schlicht gehalten, der Burda-Schriftzug dominiert das Bild.
Abbildung: © ddp

• Deutsche Models zeigten auf dem Laufsteg die neueste Mode, das russische Ballett-Ensemble vom Bolschoi-Theater und Clowns des Moskauer Staatszirkus traten auf, im Finale wurden zu Tschaikowski Brautkleider vorgeführt. Im Publikum saßen um die 800 Menschen, darunter viele Ehefrauen von sowjetischen Politikern.

Als Ehrengast präsentierte sich in der ersten Reihe die deutsche Verlegerin Aenne Burda, damals 77 Jahre alt. Mit dem Spektakel im Säulensaal des Moskauer Gewerkschaftshauses feierten westliche und sowjetische Gäste im Jahr 1987 gemeinsam die Einführung einer Zeitschrift: Die Verlegerin hatte es geschafft, ihr Magazin »BurdaModen« in russischer Sprache auf dem sowjetischen Markt zu platzieren – als erste westliche Zeitschrift überhaupt.

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