Frei und mächtig

Unternehmen entdecken Freelancer als wichtige Kraft, um Veränderungen in der eigenen Organisation voranzutreiben. Das gibt Freien die Chance, ihre Rolle und ihren Status neu zu verhandeln.





• An einen Freelancer zu kommen, das ist im Grunde wie der Einkauf von Arbeitsmaterial. „Ich schaue mir an: Was brauche ich für mein Projekt? Was darf es kosten? Und dann schaue ich, dass ich ein Angebot mit den richtigen Spezifikationen am Markt für einen guten Preis einkaufe“, sagt Jacqueline Arlt, die in einer leitenden Position in der Personalabteilung beim Münchener Softwareunternehmen IDNow arbeitet. Bei fest angestellten Mitarbeitern trauen sich Personalmanager heute kaum noch, diese als Humankapital oder Ressource zu bezeichnen. Bei Freelancern aber reden sie Klartext: Welche Fähigkeiten bringst du mit? Welchen Beitrag leisten deine Kompetenzen für mein Projekt? Wie lange und in welchem Umfang bist du bereit, für das Unternehmen zu arbeiten? Dass hier nicht lange drum herum geredet wird, liegt auch daran, dass es in größeren Unternehmen oft nicht Personaler sind, die freie Mitarbeiter anheuern – sondern die Einkaufsabteilungen, die sonst Verträge mit Lieferanten schließen.

Arlt hat drei Jahre bei einem Personaldienstleister gearbeitet und dort im Auftrag von Firmen die passenden freien Kräfte gesucht. Da ging es vor allem darum, Freelancer mit den gewünschten Qualifikationen zu finden und einen Preis zu verhandeln, den das Unternehmen auch nach einem Aufschlag für den Vermittler noch bezahlen will. Bei IDNow sucht sie nun für das wachsende Unternehmen sowohl angestellte als auch freie Mitarbeiter.

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