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Der Reformer

Jochen Werner war mal Chirurg, seit 2015 leitet er das Universitätsklinikum Essen. Dort arbeitet er an seinem Vorhaben: einem Smart Hospital – und einem neuen Gesundheitswesen.





Jochen Werner begrüßt die Patienten digital. Er mag den großen Auftritt – und will mit seinem Krankenhaus hoch hinaus

• Professor Jochen A. Werner, 62, empfängt Besucher der Universitätsklinik Essen persönlich – allerdings virtuell – an der Patientenaufnahme. Der ärztliche Direktor und Vorstandsvorsitzende ist fast lebensgroß auf einem Bildschirm zu sehen und zeigt seinem Gegenüber im Anzug und mit einem freundlichen Lächeln, wie man auf dem Screen durch winkende Handbewegungen das Menü mit Rubriken wie „Navigation“, „Aktuelles“ und „Über uns“ bedienen kann.

Der Mann ist sich für keinen Auftritt zu schade. Er ist als Medical Influencer auf Youtube zu sehen, im Podcast „Diagnose: Zukunft“ zu hören, und sendet regelmäßig anrührend unprofessionelle Videobotschaften an seine rund 8500 Mitarbeiter. Zum Verbund der Universitätsmedizin Essen gehören 15 Unternehmen. Neuerdings existiert Werner auch als Avatar in einem virtuellen Herzkatheterlabor – seine Klinik kooperiert mit dem 3D-Spezialisten Doob. Die Firma erstellt digitale Doppelgänger von Ärzten und Pflegern, die sich wie in einem Videospiel in Behandlungsräumen steuern lassen.

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