Was Menschen bewegt

Die Kunst des Überlebens

Martina Miethig ist seit 20 Jahren Teil einer kubanischen Familie. Und lässt sich doch immer wieder von der kubanischen Wirklichkeit überraschen. Wie es ist, wenn nichts sicher ist, beschreibt sie am Beispiel der Menschen, die sie lange kennt. Und weil sie das sehr offen tut, sind alle anonymisiert.





• „No es fácil“ ist einer der Lieblingssätze in meiner Familie. Es ist nicht leicht, was soll man schon tun? Ein Stoßseufzer, meist begleitet von einem Schulterzucken. Sicher, die Reformen im vergangenen Jahrzehnt brachten einige Freiheiten im kubanischen Sozialismus, aber auch Ernüchterung. Kubaner dürfen heute Unternehmer sein, aber das bedeutet eben auch: Steuerpflicht und Hygienevorschriften – nicht erst seit Corona.

Viele sind wieder abgetaucht in die Schattenwirtschaft. Und seit Donald Trump geht sowieso alles nun wieder rückwärts, die US-Regierung hat das Embargo gerade wieder drastisch verschärft. Aber das kennen die Kubaner: zwei Schritte vor, einen zurück. Ich stehe seit fast 20 Jahren mit einem Bein auf der Insel. Einer Insel, auf der Rindfleisch Mangelware ist, aber mein Schwiegervater und meine Schwägerin vom Internisten eine Rindfleisch-„Diät“ verschrieben bekamen.

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