Was Wirtschaft treibt

Unternehmer an der kurzen Leine

Die eigenen Anteile verpfänden. Die Macht an einen Unbekannten abgeben, der fortan jeden Schritt überwacht. Und dabei so tun, als sei man selbst weiter Herr im Haus – monate- oder gar jahrelang. Diesen Deal bieten Banken in Not geratenen Unternehmern als letzten Ausweg an. Ein Blick hinter die Kulissen einer diskreten Sanierungsmaßnahme.





• Wenn er von dem entscheidenden Tag beim Notar erzählt, muss Christian M.* einmal tief durchatmen, bevor er zurückfindet in den betont lakonischen, eiligen Tonfall, mit dem er Distanz zwischen sich und seinen Bericht über das Geschehene zu bringen versucht. In Gedanken liegen vor ihm wieder die Papiere, unterschriftsreif. Neben ihm, freundlich und gelassen, der Mann, in dessen Hände M. gleich die Zukunft seines Unternehmens legen wird – und den er erst wenige Wochen zuvor zum ersten Mal getroffen hat. Weil Banken, bei denen er in der Kreide steht, es so wollten.

M. ist geschäftsführender Gesellschafter eines Handelsunternehmens, das sich seit vielen Generationen in Familienhand befindet. Er weiß: Nach der Unterschrift unter diesen Vertrag wird das für lange Zeit eine der letzten Entscheidungen sein, die er in der eigenen Firma allein treffen durfte.

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