Leichte Sprache

Man darf auch nicht so tun als wäre es ein Milch·Erzeugnis

Die Leichte Sprache nimmt den Inhalt ernst, aber nicht schwer. Das kann erhellend sein. Hier die Übersetzung einiger Auszüge zu Milch und Milcherzeugnissen aus der EU-Verordnung Nr. 1308/2013 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 17. Dezember 2013 über eine gemeinsame Marktorganisation für landwirtschaftliche Erzeugnisse.




Der Ausdruck „Milch“ ist ausschließlich dem durch ein- oder mehrmaliges Melken gewonnenen Erzeugnis der normalen Eutersekretion, ohne jeglichen Zusatz oder Entzug, vorbehalten. (…)

Milch muss immer durch „Melken“ aus dem „Euter“ kommen.
Das Euter ist die Brust von den weiblichen Tieren.
Melken ist wenn man die Milch aus dem Euter holt.
Die Milch darf man nach dem Melken nicht verändern.

„Milcherzeugnisse“ im Sinne dieses Teils sind ausschließlich aus Milch gewonnene Erzeugnisse, wobei jedoch für die Herstellung erforderliche Stoffe zugesetzt werden können, sofern diese nicht verwendet werden, um einen der Milchbestandteile vollständig oder teilweise zu ersetzen.

„Milch·Erzeugnisse“ sind Produkte aus Milch.
Man darf Milch·Erzeugnisse nur aus Milch machen.
Man darf aber auch bestimmte Sachen dazumischen.
Aber nur wenn es sein muss.
Diese Sachen dürfen nicht die Milch ersetzen.

Folgende Bezeichnungen sind ausschließlich Milcherzeugnissen vorbehalten: (…) Butter, (…) Käse, (…) Joghurt (…)

Viele verschiedene Produkte sind Milch·Erzeugnisse:
Zum Beispiel Butter oder Käse oder Joghurt.

Bei Milch ist, falls es sich nicht um Kuhmilch handelt, die Tierart des Ursprungs anzugeben. (…)

Manchmal ist die Milch nicht von einer Kuh.
Dann muss man sagen von welchem Tier die Milch ist.

Die Bezeichnungen (…) dürfen nur für die (…) betreffenden (…) Erzeugnisse verwendet werden.

Man darf nur bestimmte Produkte Milch·Erzeugnis nennen.
Andere Produkte darf man nicht Milch·Erzeugnis nennen.

Dies gilt jedoch nicht für Erzeugnisse, deren Art aufgrund ihrer traditionellen Verwendung genau bekannt ist, und /oder wenn die Bezeichnungen eindeutig zur Beschreibung einer charakteristischen Eigenschaft des Erzeugnisses verwandt werden.

Manchmal darf man auch andere Produkte so nennen.
Dann ist das eine Ausnahme.
Zum Beispiel wenn ein Produkt schon immer so heißt.
Oder wenn der Name das Produkt klar beschreibt.
Zum Beispiel ein „Käse“-Messer.

Bei anderen (…) Erzeugnissen darf nicht durch Etikett, Handelsdokumente, Werbematerial, Werbung irgendwelcher Art im Sinne des Artikels 2 der Richtlinie 2006 / 114 / EG des Europäischen Parlaments und des Rates (34) oder Aufmachung irgendwelcher Art behauptet oder der Eindruck erweckt werden, dass es sich bei dem betreffenden Erzeugnis um ein Milcherzeugnis handelt. 

Aber alles andere darf man nicht Milch·Erzeugnis nennen.
Nicht auf der Verpackung.
Nicht in der Werbung.
Nirgends.
Man darf auch nicht so tun als wäre es ein Milch·Erzeugnis.
Es ist dann kein Milch·Erzeugnis.
Und dann darf man es auch nicht so nennen.

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